Diskussion zu Willy von Unruh

Raumenergie Historie
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Dodes
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06.07.2022, 22:42

Servus Ecki,

ja genau darauf wollte ich hinaus. :)

Wenn Du einen Schwingkreis hast (LC), dann werden sich die Platten immer symmetrisch auf und abladen (reines AC),
wenn aber in dem Schwingkreis durch bestimmte Bauteile, welche sich AC symmetrisch verhalten einen zusätzlicher
DC Offset Strom generiert wird, dann entsteht am C des Schwinkreises jetzt ein zunehmender DC offset, bei
gleichzeitiger AC Symmetrie für den Ressonanzfall.
Versucht man jetzt diesen DC Anteil von den Platten abzunehmen, wird auch der AC Kreis belastet und der Kreis
fällt aus der Resonanz oder wird über der R-Anteil bedämpft (Verluste).
Um das zu vermeiden, baut man zwei Schwingkreise auf welche AC synchron in Phase schwingen, aber invertierte
DC Offset generieren (negativ/positiv). Die Brücken zwischen P1-F1 und P2-F2 weisen jetzt zueinander einen reinen
DC Offset auf, da beide Potentiale gleichphasig auf- und abschwingen.
Belastet man jetzt diesen DC Anteil, dann hat dieses keine Wirkung auf die AC Schwingungen, der beiden Kreise.

Das P steht übrigens für Plattenspule und das F für Flachspule. :D  Das P sind also deine Platten im Stapel und
das F die Drahtspule im gleichen.

Und jetzt schau Dir noch mal das letzte Bild von Deiner Stage genauer an und den Wicklungssinn der beiden
Schwingkreis Induktivitäten.

Gruß
Dodes

 
Ecki
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11.07.2022, 21:30

Servus Dodes,

die Theorie mit den "antiparallelen, synchronen Schwingkreisen" gefällt mir natürlich sehr gut.
Man untersuche das Norrby-Patent, ob das bei dieser Schaltung möglich wäre. :mrgreen:

Leider kann ich nix in punkto DC beitragen.
Habe mir am Wochenende folgenden Versuch noch aufgethan:

20µVdc.jpg
20µVdc.jpg (416.87 KiB) 777 mal betrachtet

Also, das DC- Netzgerät (mit internem HF-Kurzschluss) über eine Drossel entkoppelt, einen 1-Ohm Shunt eingebaut,
(der Grüne, mit 100W etwas überdimensioniert) und an diesem den DC-Anteil gemessen, mit einer Tiefpass- Schaltung
und an genauem HP-Multimeter...
Dazu noch einen Übertrager eingebaut, um die Endstufe wg. DC-Drift raus zu halten (siehe den Ferritblock rechts).
Frequenz wie vor 2,5 kHz, Strom etwa 1,2 Aeff.

So, es traten Gleichspannungen im 10 bis 100 µV Bereich auf, an 1 Ohm entsprechend dem Strom.
Die kommen von Elementbildungen und den thermischen Übergängen, das kenn' ich schon.

Wegen 20µV, entspricht 20µA "DC" Differenz zwischen DC-Vormagnetisierung oder nicht, rege ich mich nicht mehr auf.

Also, das haut so nicht hin.

Nicht traurig sein: "To be Continued"...

LG, Ecki


 
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Dodes
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12.07.2022, 18:26

Servus Ecki,

danke für die umfangreiche und präzise Messung des DC Offsets, in Deinem Aufbau.

Das Ergebnis ist zwar schade, aber kein Beinbruch da spielen bestimmt viele Faktoren eine Rolle, um den nötigen Effekt zu erzeugen,
sonst wäre das bestimmt schon von jemanden zwischenzeitlich neu entdeckt worden. Ich stimme Dir auch zu das es sich dabei nicht
nur um ein paar µA oder mA handeln kann, es muß schon etwas "auffälliges" gewesen sein, in jener Zeit.

Gruß
Boris


 
Ecki
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12.07.2022, 19:23

Hi Dodes,

gern geschehen, es hat mich ja auch wieder interessiert. ;)

Dann gäbe es da noch diese Überlegung, dazu hatte ich "seinerzeit" schon mal Experimente gemacht:

Magnetic Rectifier Patent US2762009A.pdf
(327.75 KiB) 21-mal heruntergeladen

LG, Ecki
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Dodes
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13.07.2022, 22:43

Hallo Ecki,

oh ja das Patent ist auch sehr interessant. :D 

Die Methode über den Skin Effekt hat natürlich was, finde ich sogar besser/effektiver als bei reinen magnetischen Verstärkern. :thumbup:

Gruß
Dodes
 
Ecki
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14.07.2022, 17:38

Servus Dodes,

habe grade im Speicher gekramt; Versuche, den Skineffekt zu modulieren hatte ich 2016 gemacht, solange isses auch nicht her.
Inzwischen hab ich viel dazugelernt, das müsste ich nochmal anders machen.

Ein paar hundert Millivolt DC zwischen den Resonanzkondensatoren konnte ich rausholen, bei vollem Strom (15 Ampere) von der armen Endstufe und "natürlich" auf Langwelle.

Ich stelle das jetzt erst mal so rein, mal schauen, ob man meinen "Plan" kapieren kann, man beachte das Logo auf dem Schmierzettel: :D


Mu-Gl.JPG
Mu-Gl.JPG (700.66 KiB) 707 mal betrachtet


Damals noch mit meinem alten Oszilloskop:

Skin1.jpg
Skin1.jpg (208.71 KiB) 707 mal betrachtet


Anekdote dazu:

Als ich grade alleine bei einem Bier am Grübeln über diese Schaltung gesessen hab, kam ein weiterer Stammtischler:
"Was machst du da? -Ach du bist ja Elektriker! Übrigens, meine Garagenbeleuchtung geht ned, kanntadst du da mal schauen?"
"- Dann schau I mir des halt amoi an, (Du Depp)".
Da kannste nichts machen, das ist schon immer  so.

LG, Ecki



 
Ecki
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16.07.2022, 09:24

Guten Morgen,

Erklärung zu dem zerzausten Gebilde auf meinem Foto:
Die beiden glatten, gelben Spulen sind bifilar gewickelte Folienspulen aus Mu-Metall.
Als "Ringkern", sozusagen.
Das sind zwei Folien, ca. 0,2mm dick, am inneren Ende zusammengelötet, gegenseitig isoliert.
Also für den durchgeleiteten Wechselstrom zuerst rein, dann zurück.
Damit treffen an diesem Ende auch zwei magnetisch gleiche Pole aufeinander.
Dann gibt es durch die 2 Ringkerne eine gemeinsame DC-Vormagnetisierungswicklung und 2 dynamische Wicklungen.

Habe leider einiges vergessen, ich kann auch nicht mehr sagen, was ich oben mit dem gelben Signal (CH1) damals gemessen habe.
Verdammte Schlamperei... :?
Das könnte ich mit dem gerade eben gemachten Versuch (NiFe48-Draht) nochmal üben, ich muss "nur" dem Gleichfeld etwas Wechselfeld überlagern.
Da bin ich noch am überlegen...

Schönen Gruß,
Ecki
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16.07.2022, 10:16

Nachtrach,

jetzt ist mir noch was eingefallen.
Bei dem Versuch 2016 kam zwar glaubhaft Gleichspannung raus,
nur deren Polarität hat nicht mit meinen Überlegungen übereingestimmt, leider umgekehrt.
Damit bin ich zu dem Schluss gekommen, dass diese Gleichspannung nicht durch Modulation des Skineffektes
zustande kommt, sondern dadurch:

https://de.wikipedia.org/wiki/Galvanoma ... he_Effekte

Da passt es nämlich mit der Polarität. Deshalb auch viel Strom nötig und wenig "Erfolg".
Darauf wurde der Versuch mal wieder "auf die Seite gestellt". ;)

LG, Ecki
 
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Dodes
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16.07.2022, 21:33

Servus Ecki,

war grade mit meiner Antwort fast fertig als 'bling' das Browserfenster sich refresht hat und alles weg war. 😖

Jetzt habe ich keine Lust mehr, noch mal alles zu tippern.

Schönes Wochenende.

Gruß
Dodes
Ecki
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16.07.2022, 21:42

Grummel-grummel... ;)

LG, Ecki
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Dodes
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16.07.2022, 23:47

Servus Ecki,

so jetzt habe ich wieder etwas Zeit. :D Mein DSL Anschluß ist von 56Mbit auf 6Mbit  eingebrochen, vermutlich hat sich darum heute der Browser verschluckt
und mal eben zurückgesetzt und das getipperte ins schwarze Loch des Digitalwahns geschickt.

Nun ich könnte mir vorstellen, das eine chemische Behandlung des Holleiters von nöten ist, um ggf. zusätzlich einen Widerstandsgradienten in dem Material
zu erzeugen. Wenn die Innenfläche eben sehr niederohmig und die Außenflächen sehr hochohmig sind, könnte das die Widerstandsänderung für die Halbwellen
beim Skin-Effekt verstärken, da die Elektronen in den unterschiedlich leitfähigen Bereichen gedrängt werden.

Ich denke man könnte eine grobe Überschlagsberechnung für die beiden Widerstandspfade gebrauchen, um abschätzen zu können wie groß dieser Einfluss dann wäre.

Gruß
Dodes
Ecki
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18.07.2022, 18:10

Hallo Dodes,

stimmt natürlich, was könnten wir denn noch alles probieren?
...und ich will halt bei Willy von Unruh bleiben, was konnte er damals versucht, bzw. hergenommen haben?
Mu-Metall beschichtete Kupferrohre, etc. eher nicht.
Aber, wo soll man sowas auch herkriegen? Mit viel Kohle halt.
Sobald ich nicht mehr an den Willy glaube, dann versuche ich alles Andere. ;)
Momentan glaube ich noch!

LG, Ecki
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Dodes
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18.07.2022, 19:39

Servus Ecki,

also evtl. sollt eman sich noch mal den Stromlaufplan aus dem Patent im original vornehmen und ein gescheites "Ersatzschaltbild" dafür entwerfen,
um das Ding elektrotechnisch genauer unter die Lupe zu nehmen, insbesondere die einzelnen "Schwingstufen" und deren Anordnung.
Dann das ganze erneut auf Plausibilität prüfen unter Berücksichtigung der Schwingkreiseigenschaften und möglicher DC Auskopplung.

Der Vorteil vom µ-Metall Draht, läge ja in der hohen Permeabilität und damit bei dem "starken" Skin-Effekt auch schon bei niedrigen Frequenzen,
dann kann man noch prüfen, ob µ-Metall gerne eine Oxidschicht etc. ausbildet, welche z.B. einen hohen R-Wert besitzt und damit eine Verstärkung
der Halbwellen-Symmetrie begünstigt, was einen DC Offset versucht. 

Und dann mal weiter schauen, was das ganze soll. :D

Gruß
Dodes
 
Ecki
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19.07.2022, 17:16

Hi Dodes,

dann guck Dir doch dieses an, habe mich damals intensiv reingehangen... ;)

https://www.power2world.net/viewtopic.p ... 6&start=40

Schön' Gruß,
Ecki
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Dodes
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20.07.2022, 21:39

Servus Ecki,

wo ist denn der link zu dem Norby Patent als .PDF ich kann das im Augeblick nirgens finden??

Gruß
Dodes
 
Ecki
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21.07.2022, 19:02

Servus Dodes,

hier werden Sie geholfen:

Norrby Patent Engl.pdf
(442.45 KiB) 15-mal heruntergeladen

Norrby Patent Franz.pdf
(335.95 KiB) 15-mal heruntergeladen

...und zwar zweisprachig. ;)

Gruß,
Ecki
 
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21.07.2022, 21:37

Servus Ecki,

dangschee das habe ich gesucht. :thumbup:

Gruß
Dodes
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Dodes
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11.08.2022, 23:03

Servus Ecki,

ich habe mir jetzt alle Gedanken zur elektrischen Pfeife und dem Unruh Kasten genommen,
gut durchgeschüttelt und dann in eine Schaltbild gegossen. :lol:

Unruh-Ersatzbild_small.png
Unruh-Ersatzbild_small.png (24.39 KiB) 85 mal betrachtet

Ja und so würde ich mir das dann vorstellen, im Prinzip eine H-Brücke welche einen LC-Oszillator treibt,
welcher seinerseits die Vierquadrantensteller steuert. :D

L1..L4 || C1 bilden dabei den Parallelschwingkreis welcher im Resonanzfall schön hochohmig ist und
dessen I-Quer ein ordentliches Maximum besitzt. Der I-Quer Strom seinerseits moduliert über L1..L4
die vier magnetischen Quantensteller.

Gruß
Dodes
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