Diskussion zu Willy von Unruh

Raumenergie Historie
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Rudi
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07.05.2022, 08:05

Ecki hat geschrieben:
06.05.2022, 18:48
Ich wollte damals eine N-Maschine (mit Quecksilberkontakten) bauen und der Welt zeigen, dass wir alle für dumm verkauft werden.
Immerhin edel.

Ich glaube, da stehst Du nicht alleine da :) :crazy:

Gruß Rudi
Ecki
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08.05.2022, 10:39

Servus Rudi,

jawoll, so war's.

Was mach ich heute? Ein flauschiger Nichtsnutz wird durchgefüttert.
Der sollte mir ein Vorbild sein; nein, ich drücke das jetzt nicht schriftlich aus...



Katz.jpg
Katz.jpg (369.4 KiB) 1909 mal betrachtet



Schönen Sonntach!
Ecki

 
Ecki
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19.05.2022, 19:20

Servus Dodes,

ich bleib dran, auch wenn es kein Perpetuum Mobile zweiter Art geben darf, na und?
Uatu möge jetzt ein Auge zudrücken; bin der Überzeugung, es liegt am "nicht dürfen", dann ist jeder gleich still. ;)

Ich erlaube mir trotzdem weiter zu überlegen, ob es über die "Quantenratschen" eine magnetische Lösung geben könnte.
Bin halt mal wieder am Lesen, ob moderne Wissenschaft mit "Mikrowires" auf "Grobes" (Unruh) zu übertragen geht.
Jeder soll nach seinem "Glauben".
Momentan hat mich die Realität, wir haben in der 4ma ungewöhnlich viele Aufträge, man will es nicht glauben, nur die Bauteile werden stetig teuerer.
Bin also im Stress und abends etwas zu müde.

Aber lass auch Dich nicht drausbringen!

LG, Ecki
 
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Dodes
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19.05.2022, 23:09

Servus Ecki,

natürlich dranbeiben!  Ich kenne keinen Mathematiker welcher mal auch nur eine einzige praktische Erfindung gemacht hätte. 😂
Die können ja noch nicht mal eindeutig die Quadratwurzel aus 9 ziehen. 😂

Ja, mit der Arbeit geht es mir nicht anders, auf einmal habe ich zwei Projekte gleichzeit am Hals und der Dritte ist schon kräftig am winken. :D 
Sind halt verrückte Zeit eben.  Aber im Herbst zum nächsten Lockdown wird es bestimmt wieder ruhiger, da bleibt bestimmt wieder mehr Zeit
für das Tüfteln übrig. Ich habe noch das Experiment mit dem Platin- und Silberdraht vor mir, beide liegen schön verpackt unter meinem linken
Monitor, damit ich es nicht aus den Augen verliere. 😉

Gruß
Dodes



 
Uatu
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20.05.2022, 03:39

@​Ecki:

Ecki hat geschrieben:
19.05.2022, 19:20
Uatu möge jetzt ein Auge zudrücken

Ich habe nicht das geringste gegen Überlegungen und Forschungen zu Freier Energie. Ich lasse allerdings Falschbehauptungen nicht unwidersprochen stehen, sofern es zeitlich irgendwie machbar ist. Ich bin auch ohne weiteres bereit, die etablierte Physik in Frage zu stellen, sofern jemand fundierte, schlüssige Argumente in dieser Richtung vorbringt. Bisher hat sich allerdings stets herausgestellt, dass die angeblichen Lücken in der etablierten Physik tatsächlich Lücken im Verständnis des aufstrebenden Physik-Revolutionärs waren.
Ecki
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20.05.2022, 16:14

Hi,

Uatus Satz: "Ich lasse allerdings Falschbehauptungen nicht unwidersprochen stehen"  finde ich saugut, ganz meine Meinung.
Auch wenn es dann garantiert einen Riesenwirbel gibt.
So sollten halt viele Menschen denken; dabei kann man der Phantasie doch extra freien Lauf lassen, dann kommt vielleicht was Sinnvolles raus.

Ich hab das schon verstanden, falls eine Behauptung falsch, dann Einsicht, und wir können weitermachen.
Schaun mer halt mal, wie alles wird... ;)

Dodes, ich sach' Dir, es geht bei mir inne Arbeit gerade dermassen rund, dass ich Angst hab, ob das ein "letztes Aufbäumen" der Wirtschaft ist, oder ob das so weitergehen darf.
Wenn ja, dann brauchen wir bald mehr Leute...

LG, Ecki


 
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Dodes
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20.05.2022, 21:08

Servus Ecki,

lass bloß die Arbeit außen vor! Kein Thema für hier, aber letztes aufbäumen der Wirtschaft umschreibt es schon ganz gut.
Ich betrachte es ehr als, die Leichen der letzten Jahre bloß schnell noch jemanden anderem unterschieben, damit der gehen muß. ;)

Ich würde gerne am absoluten Nullpunkt mit einer theoretischen Überlegung zum Thema der verfügbaren Energie anfangen.
Zitat: " Wenn man die thermische Energie, die sich auf die ungeordnete Bewegung der Teilchen in makroskopischer Materie bezieht,
auf den niedrigsten möglichen Wert bringt, wo, anschaulich gesprochen, die Bewegung der Teilchen nicht mehr reduziert werden kann,
ist man ebenfalls am absoluten Nullpunkt angelangt (minus 273,15 Grad Celsius)." 

Wenn ich an diesem Nullpunkt, jetzt noch Energie gewinnen kann, wo ja keine thermische Differenz mehr für eine Wärmekraftmaschine
möglich ist, dann bin ich doch auch die Thermodynamik und damit auch die Gesetze nach Carnot los, oder?

Gruß
Dodes
Ecki
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21.05.2022, 07:52

Moin Dodes,

bin ganz dabei, man entschuldige bitte meine vieldeutigen Bemerkungen.
Ich wollte ja früher ein Weltverbesserer sein, aber momentan schaut es nicht so gut aus für eine bessere Welt...
Also, Schluss mit diesem Thema, positiv Denken bringt mehr.

Mit dem Nullpunktsthema hab ich mich noch nicht befasst, wahrscheinlich aus Angst, nicht durch zu blicken. :D
Habe mal von einem "Bose-Einstein-Kondensat" gelesen, willst Du in diese Richtung?

Die Frage, die sich mir momentan stellt, wie kann man zu all den Ideen einfache Versuche gestalten?
Für daheim in der Küche, meine ich.

LG, Ecki

 
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Dodes
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23.05.2022, 20:34

Hallo Ecki,

ja positiv denken. :D  Ein "Bose-Einstein-Kondensat" ist nicht von Nöten, geht um ein Gedanken Experiment.
Wenn man die gesamte chaotische Bewegung der Teilchen abschüttelt, ist man eben die Thermodynamik los und hat freies Spiel. :)

Man nehme z.B. ein bißchen Wasserstoff H2, wir sollen ja sowieso mehr Wasserstoff nutzen weil das gut für die Umwelt sei,
diesen kühlen wir dann auf Null Kelvin runter. Danach hat man im Prinzip ein Glas mit Erbsen gefüllt, jetzt haben wir nur noch
die Elektronen, welche um die Kerne schwirren, diese richten wir mit einem ordentlichen homogenen Magnetfeld in eine
Richtung aus, das Prinzip von der Magnetresonanztomographie also, allerdings verzichten wir auf die Kernresonanz.
Jetzt bringen wir zwei Platten links und rechts am festen Wasserstoff an und warten ein bißchen, bis sich die Eletronen
synchronisiert haben. Danach wabbern alle Elektronen synchron einen Atomeschalendurchmesser hin und her, was einer
Ladungsverschiebung gleich kommt. Die Ladunsgverschiebung influiziert in die Platten eine Ladungsverschiebung und
schon haben wir 1a HF Wechselspannung mit der man was anfangen kann. :D

Eigentlich passiert genau das:

Gruß
Dodes
Ecki
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30.05.2022, 20:20

Servus Dodes,

habe mir Deine Idee durch den Kopf gehen lassen und als "Laie" erst mal lang überlegt:
Du meinst, durch die Unwucht, die durch die einzelne, rotierende Elektronenmasse entsteht, geraten die Atome ins Taumeln.
Bei Helium passiert das nicht, denn dieses ist durch das zweite Elektron "ausgewuchtet".
Wenn Wasserstoff auch bei sehr niedrigen Temperaturen sein "Molekulardasein" H2 beibehält, fürchte ich, dass die sich gegenseitig auswuchten, wie ein Boxermotor. ;)

http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/ ... n.vlu.html

Dann hab ich das Internet befragt, wie schnell denn das Wasserstoffelektron um den Kern kreist: 2200 Kilometer pro Sekunde, oha.
Danach, wie groß ist denn die Umlaufbahn? Nicht so genau definiert, Radius 25 bis 50+ Pikometer.
Unter Annahme von 50pm habe ich die Drehzahl errechnet und komme auf 7,0 Exp.15 Hz.
Wellenlänge dabei ~43 Nanometer, oberster UV-Bereich.
Das gleichzurichten, dafür brauchteste eine sehr gute Diode. :mrgreen:
Damit müsste Dein "Magnetokondensat" theoretisch im UV-Bereich leuchten, wenn es denn "im Gleichschritt" taumelt.

Bitte ggf. um Korrektur, von jeder Seite; bin Laie, wie gesagt.
Trotzdem ist da selbst meine Wenigkeit noch etwas skeptisch...

LG, Ecki

 
Uatu
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30.05.2022, 21:28

@​Ecki:

Ecki hat geschrieben:
30.05.2022, 20:20
... das Wasserstoffelektron um den Kern kreist ...

Die Vorstellung des Bohr'schen Atommodells mit um den Atomkern kreisenden Elektronen ist zwar wegen ihrer Anschaulichkeit immer noch weit verbreitet, wurde aber in der Physik wegen schwerwiegenden Schwächen und Widersprüchen schon vor fast hundert Jahren aufgegeben. Einer der wesentlichsten Einwände ist, dass kreisende Elektronen elektromagnetische Wellen abstrahlen müssten. Dadurch wiederum müssten sie kinetische Energie verlieren, und ziemlich schnell in den Kern stürzen.
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Dodes
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30.05.2022, 22:57

Hallo Ecki,

ja soweit hast Du eigentlich alles richtig verstanden. Nur das taumeln der Atome gefällt mir nicht so ganz,
denn die Masse des Proton beträgt 1,00727u und die des Elektrons nur 0,00054u, der Faktor beträgt 1865 zwischen
den Teilchen, also wird nur das Elektron schwirren und das Proton dumm abhängen. :D

Der kovalente Radius vom Wasserstoffatom beträgt etwa 31pm, wäre dann ein Bahnumfang von runden 195pm,
bei einer Elektronengeschwindigkeit von 2200 Kilometern pro Sekunde = 11282THz oder 11,28PHz.
Wellenlänge wäre damit etwa 26,58nm das ist dann irgendwas zwischen nahem UV und weicher Röntgenstrahlung.

Das Atommodell können wir uns aussuchen, da gibt es ja genug Varianten von, aber egal welche Variante man
nimmt, es gibt ja immer einen Atomdurchmesser und durch das angelegte Magnetfeld eine bekannte Drehrichtung
und damit ist das Elektron immer mal auf der einen und mal auf der anderen Seite des Kerns zu finden. :lol:

Den Rest bewirkt dann das E-Feld im 90° Winkel zum M-Feld und da die Atome ja dank 0°K nicht mehr
zappeln können, zappelt nur noch das Elektron, damit es ja nicht in den Kern stürzt. :thumbup: 

Mit dem Gleichrichten als Einwand lasse ich gelten, das wird in der Tat schwierig mit ner Diode :problem:,
dann sparen wir uns das Gleichrichten und nehmen eine Glühbirne, die leuchtet auch mit Wechselstrom. :wtf:

Gruß
Dodes


 
Ecki
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31.05.2022, 17:02

Hi Dodes,

Glühbirne? Du beliebtest aber schon zu scherzen?
Eine Frequenz mit Exponent 15 bringst Du nicht auf einen Draht, schon gar nicht durch einen Glühwendel.
Da wär es m. E. besser, das evtl. abgestrahlte UV-Licht einzufangen...

Jetzt ernsthaft zum "Taumeln" des Atoms; auch wenn die Massen sehr unterschiedlich sind, etwas geht immer.
Siehe Erforschung der Exoplaneten über das Taumeln ihrer Sonne.
Bei einer so hohen Frequenz braucht es nur winzige Amplituden, damit ordentlich abgestrahlt werden würde.
Nachdem das Elektron selbst nix abstrahlt, wäre vielleicht die Zappelei der Weg, was raus zu kriegen.
Dann stürzte wohl so manches entkräftete Elektron in den Kern und "Pling", nach E = Emmalzehquadrat. :mrgreen:
Kann bei einem Atom so schlimm noch nicht sein...

Meine Fachrichtung wird das nicht mehr werden, das ist mir zu hoch, zu schnell, zu klein.
Habe meine Versuche mit gestreckten (nicht tordierten) NiFe48 Drähten ausgegraben, werde da mal weitermachen.
Ein paar (alte) Oszis und Fotos dazu kommen in Kürze.

Ecki


 
Ecki
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01.06.2022, 20:15

Servus an die Interessierten (?),

anno 2019 hab ich ein paar Versuche mit Zugbelastung gemacht, ähnlich Sixtus-Tonks, nur kleiner.
Dazu kam mir ein NiFe48 Draht mit 0,5mm Durchmesser grade recht (Glühdraht für E-Kippen).
Nachdem mir die Ergebnisse nicht so gepasst hatten, habe ich erst mal aufgehört...

Das 22cm-Rohr, auf dem meine lange Spule gewickelt ist, ist sehr belastbar, weil aus Glasfaserkunststoff.
Abfallprodukt aus der 4ma; halt, die "Arbeit" wird nicht erwähnt. ;)
Darauf habe ich meine Zugbrücke aus Messingplatten und einer hohl gebohrten Messingschraube aufgebaut, siehe Fotos.


S-T Aufb.jpg
S-T Aufb.jpg (226.16 KiB) 1508 mal betrachtet


S-T ges.jpg
S-T ges.jpg (304.39 KiB) 1508 mal betrachtet


S-T Det.jpg
S-T Det.jpg (97.41 KiB) 1508 mal betrachtet


Das erste Foto zeigt noch meine Zugvorrichtung mit Muskelkraft.
Darauf ist ein Röhrchen zu sehen, auf dem zwei Kreuzwickelspulen im Abstand von 10 cm aufgebracht sind,
genehmigte Abfallprodukte aus... ähm.
Diese sind gegensinnig in Reihe geschaltet, so dass sie nur unterschiedliche Magnetisierungsvorgänge in dem durchgeführten Draht "wahrnehmen" können.
Das Magnetfeld der langen Spule (in die dann alles eingeführt wurde), wird dadurch ausgeblendet.

Oszillogramme zur Ansicht, das erste mit entspanntem Draht, das zweite mit Zugspannung, man beachte die Auflösung des Ausgangssignals (grün).


NiFe48 0,5mm 0.JPG
NiFe48 0,5mm 0.JPG (105.72 KiB) 1508 mal betrachtet


NiFe48 0,5mm 1.JPG
NiFe48 0,5mm 1.JPG (108.62 KiB) 1508 mal betrachtet


Das zu interpretieren hatte und habe ich ein Problem.
Noch eins:


NiFe48 0,5mm Sättigungstension 2.JPG
NiFe48 0,5mm Sättigungstension 2.JPG (115.49 KiB) 1508 mal betrachtet


Ich hatte ja ausnahmsweise mit moderaten Strömen und Frequenzen gearbeitet, immerhin ein Fortschritt.
Es sieht für mich schon so aus, als ob der Draht unter Zugspannung eine Einzeldomäne bildet und schlagartig umkippt.

Das sei erst mal so hingestellt...

Schönen Gruß,
Ecki
 
Uatu
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02.06.2022, 01:34

@​Ecki: Hmmm ... der Aufbau ähnelt zwar dem Sixtus-Tonks-Experiment, unterscheidet sich aber in einigen wesentlichen Punkten. Insbesondere ist der Aufbau symmetrisch, wodurch m.E. unklar ist, warum es -- idealisiert betrachtet -- zu einer lokal unterschiedlichen Magnetisierung der beiden Messspulen kommen sollte.
Ecki
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02.06.2022, 17:11

Servus Uatu,

Du hast vollkommen Recht, mein Versuch wurde unausgegoren und schlampig gemacht.
Damals wollte ich erst mal sehen, ob die Zugspannung auf den Draht etwas bewirkt, und das hat sich eigentlich bestätigt.
Wirre Versuche liefern halt aber auch wirre Ergebnisse.

Wenn ich seitlich eine Zündspule anbringen würde, die das Magnetfeld am Anfang des Drahtes verstärkt, sollte die Domänenwand von dort aus wegrennen.
Nur koppelt mir so etwas ungeheuer in die symmetrischen Messwicklungen rein.
Damit habe ich den Versuch "auf die Seite gestellt", das Material aber aufbewahrt... ;)

Mit meinem symmetrischen Aufbau wird sich der "Keim" irgendwo nahe der Mitte bilden, und die Magnetisierung rauscht idealerweise von innen nach aussen ab.
Damit kann ich natürlich nicht vernünftig eine Zeit aufnehmen.

Neuere Überlegungen: Ich kann das Gebilde mit einer "Zündspule" auch mit 100Hz oder 10Hz befeuern, dann habe ich kaum mehr induktive Kopplungen,
die Domänenwand wird hoffentlich immer gleich schnell durchrauschen.

Ich muss von den 180kHz weg, darauf können wir später zurückgreifen, warum nicht 10 Hz, wenn es dann im Draht ebenso "schnackelt"?

Auf diese Schwächen meines Versuchs wollte ich heute sogar "freiwillig" eingehen,
danke für Deine Antwort, das Interesse freut mich...

Ecki


 
Zuletzt geändert von Ecki am 02.06.2022, 18:36, insgesamt 1-mal geändert.
Ecki
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02.06.2022, 18:34

Nachtrag:

die ausgelöste Domänenwand wird nicht immer gleich schnell sein, lt. Sixtus-Tonks hängt es auch ein Bisserl von der Ummagnetisierungsgeschwindigkeit ab (was für ein Wort).
Und noch ein Bisserl mehr vom Magnetfeld.
Zu diesen alten Experimenten (1931 bis...) hab ich leider fast nichts speichern können und im Internet findet man nur noch mit Mühe und Liebe was dazu.
Hab ich das schon mal angehängt? Egal:

Sixtus-Tonks I 1931.pdf
(2.06 MiB) 28-mal heruntergeladen

LG, Ecki
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Dodes
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03.06.2022, 16:51

Servus Ecki,

was ist denn, wenn Du bei einem "Einendomänenbloch"-Draht von z.B. 20cm Länge nur jeweils an einem Ende des Drahtes, über 2cm hinweg eine Ummagnetisierung vornimmst und
am anderen Ende eine Messspule über die gleiche Strecke legst.
Nach der Theorie des "Einendomänenbloch", müsste doch die Ummagnetisierung an einem Ende im Umkehrschluß den ganzen Draht ummagnetisieren. ;)
Wäre dann ja sowas wie ein Lawinen oder Domino Effekt.

Gruß
Dodes
Ecki
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05.06.2022, 10:15

Moin Dodes,

Du meinst also, den Zündimpuls als Triggerpunkt für das Oszi, dann den "Einschlag" am anderen Ende mittels Spule ermitteln.
Das ist sicher eine gute Idee. Es gibt wohl mehrere Möglichkeiten...
Es muss aber der Draht über seine gesamte Länge durch ein Magnetfeld vorgespannt sein, wo er gerade noch nicht umkippt.
Dann genügt eine Überhöhung über die Schwelle an einem Punkt und alles kippt von dort aus um.
Wenn das Feld für die Vorspannung zu gering ist, kann sein, dass die Domänenwand steckenbleibt (lt. Sixtus-Tonks). Ergibt dann 2 Domänen, oder so.

Gestern Abend hab ich den Versuch wieder angerichtet, neuen NiFe48-Draht genommen, die wirren Ergebnisse von 2019 waren sozusagen reproduzierbar.
Dann habe ich der langen Spule an einem Ende eine ca. 2cm breite, 2-lagige Zusatzwicklung verpasst, diese in Reihe zur langen Spule geschaltet.
Das Magnetfeld sollte damit an diesem Ende immer höher sein, als über der restlichen Länge. Sehr genau ist das aber nicht.

Mit viel Geduld kam dieses raus:


Asym1.JPG
Asym1.JPG (107.33 KiB) 1366 mal betrachtet


Die Frequenz dabei wieder ca. 1,2 kHz (Versuche mit 100 Hz folgen noch).
Für die Länge von 0,1 m und 154 µs kommt eine Geschwindigkeit von 649 m/s raus.
Die Laufzeit ist in Grenzen stromabhängig.
Ich befürchte, der Cursor 1 ist falsch gesetzt und hätte auf den Scheitel der kleinen, negativen Amplitude rechts daneben gehört.
Dann wären es ca. 120 µs, damit 833 m/s. Das ist Tempo...

Hab das mal so interpretiert, die Domänenwand startet und läuft durch die erste Spule, Riesenimpuls.
Während sie sich von der ersten Spule entfernt und auf die Zweite zuläuft, entsteht eine konstante Spannung durch die gegensinnige Reihenschaltung.
Beim Verlassen der zweiten Spule gibt es wieder einen Impuls (Impülschen).
Bremst die Domänenwand hier schon so stark ab, dass der so klein ist?
Zudem kriege ich das nie ganz symmetrisch zur Gegenschwingung,
habe den Draht mehrfach entmagnetisiert, aus dem Erdfeld gedreht, zum Schluss geglüht, gefällt mir noch nicht.
Dann werde ich mal verschiedene kaltgezogene Proben testen, habe unregelmäßige Textur in Verdacht.

Ecki
 
Ecki
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05.06.2022, 16:56

Servus Dodes,

habe weitergemacht, mein NiFe48-Draht ist durchgehend zerknittert, alle 5cm ein Knick.
Der ist mir einst von der Spule gefedert und ich hab ihn neu aufgewickelt, naja.
Also Fehlstellen ohne Ende, ist nur noch kräftig geglüht zu brauchen.
Die Beschaffung ist kein Problem, z. B.
https://www.ebay.de/itm/222224822970?ha ... SwIgNXuALl

Nun mit einem frisch geglühten Draht weiter, nächste Erkenntnis, die Unsymmetrie hat noch nicht gereicht.
Da noch nachgezogen...
Hier ein Oszi mit Nahaufnahme bei 120 Hz:


NiFe48 0,5 geglüht 120Hz.JPG
NiFe48 0,5 geglüht 120Hz.JPG (102.67 KiB) 1360 mal betrachtet

Niedrige Frequenz und lauer Strom ergeben längere Laufzeit,
ca. 500 µs zwischen der negativen Senke und dem kleinen positiven Zacken, das wären 200 m/s.
Man sieht deutlich den Stromeinbruch während der Ummagnetisierung.
Der große Zacken geht schon ab, bevor der Strom ganz eingebrochen ist, also die Magnetisierung noch in den Startlöchern steht?
Hab mir überlegt, ob dieser durch die schlagartige Zunahme der Permeabilität zustande kommt?

Übrigens, ich habe noch einen NiFe30-Draht, auch für E-Kippen, der kommt schon nahe an Permalloy (~ NiFe20).
Mit dem geht so gut wie gar nichts, kaum Impulse, geglüht oder nicht, mit Tension oder ohne.

Mit Stahldraht von 0,4mm (Gitarrensaite) geht was, natürlich ist wieder Strom und hohe Frequenz gefragt, 2,5 kHz:
Dafür dauert es nur ca. 80 µs; 1250 m/s, hmm.


Stahl 0,4 ohne Tension 2,5kHz.JPG
Stahl 0,4 ohne Tension 2,5kHz.JPG (110.24 KiB) 1360 mal betrachtet

Hier liegt dieser aber ohne Zugspannung in der Spule, mit Tension werden die Impulse nur kleiner, es wird anscheinend zu viel.
Da steckt die Zugspannung vom Ziehen her wohl schon drin.

Mit grüblerischem Gruß,
Ecki
 
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