Integrale mit Matlab berechnen

Antworten
Benutzeravatar
Rudi
Beiträge: 142
Registriert: 24.05.2018, 06:54

28.02.2019, 07:04

Ich kenne mich mit Matlab nicht richtig aus, deshalb wollte ich mal was nachfragen. Mit Matlab kann man Integrale anscheinend sehr einfach berechnen, konkret geht es mir um den Ausdruck:

Fx = F*integral(@(w)Ix(w),0,2*pi);

wobei Ix(w) eine numerische Funktion ist. Diese Funktion berechnet offensichtlich das Integral im Bereich von w=0 bis 2*pi. Was mir völlig schleierhaft ist: Wie ermittelt Matlab die Anzahl der nötigen Stützstellen, damit da überhaupt ein sinnvolles Ergebnis berechnet wird? Weiß da jemand etwas?

Gruß Rudi
Uatu
Beiträge: 379
Registriert: 23.05.2018, 15:53

28.02.2019, 11:22

@Rudi: Ein MATLAB-Mitarbeiter schrieb 2016:

quadgk becomes integral
In 2012, with release 2012a, we came to the realization that most new MATLAB users who wanted to evaluate an integral had a hard time finding the function named "quadgk" that does the job. For all these years, we numerical analysts have been explaining to the rest of the world our quaint term quadrature. If that weren't enough, we have to tack on initials of mathematicians. So, we introduced integral. Actually quadgk is still available. Integral is just an easier to find and easier to use version of quadgk.

(Cleve Moler am 23.05.2016)

Integral ist also eigentlich quadgk, ein adaptives Gauss-Kronrod-Quadratur-Verfahren. Dazu wird in der MATLAB-Doku auf folgendes Paper verwiesen, in dem das Verfahren näher beschrieben wird: L.F. Shampine "Vectorized Adaptive Quadrature in MATLAB®", Journal of Computational and Applied Mathematics, 211, 2008, pp.131–140. Das Paper gibt's erfreulicherweise auch direkt vom Autor als pdf. Näher reingesehen habe ich noch nicht.
Benutzeravatar
Rudi
Beiträge: 142
Registriert: 24.05.2018, 06:54

28.02.2019, 13:02

Danke dafür. Dann ist alles klar. in meiner Mathe-Library für Delphi ist das auch enthalten, nur unter dem Namen "quagk" :thumbup:
Antworten
  • Information