Nachbau Patent Robert Norrby

Raumenergie Historie
Ecki
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03.02.2019, 23:02

Servus Asterix und wertes Forum, 

auch ich melde mich nach Tagen intensiven Messens und Bastelns wieder zurück.
Es hat mich, zusätzlich zu meinem Job, ganz nett in Anspruch genommen, aber die Neugier hat gesiegt.
Nun kann ich einige Erkenntnisse zu meiner Norrby Platine, bzw. zu einem Stapel aus 4 Stück liefern.
 
Ich habe zuerst an einer einzelnen Platine lange rumprobiert, bis ich dieser eine Resonanz entlocken konnte.
Erstens liegt bei einer Platine die Resonanzfrequenz doch sehr hoch, 1,17 MHz, womit ich zuerst nicht gerechnet hatte, zweitens hatte ich anfangs versucht,
meine Generatorspannung zwischen den Platten einzuflößen, was nur halbherzig funktioniert, das erklärt sich später noch.
Da die Platten im Norrby Patent über die Magnete „P“ verbunden sind, habe ich sie dann parallel geschaltet und gegen einen Anschluss der Flachspule als Massepunkt das Signal eingespeist, die Beschaltung sieht so aus: 


2 Platten vs Flachsp.jpg
2 Platten vs Flachsp.jpg (228.82 KiB) 1740 mal betrachtet


Dazu ein Oszillogramm bei Resonanz. CH1 (gelb) ist der Eingangsstrom, CH3 (violett) ist die Eingangsspannung, CH2 (blau) die Ausgangsspannung.


CH1 Iin CH2 Uout CH3 Uin 1,16MHz.JPG
CH1 Iin CH2 Uout CH3 Uin 1,16MHz.JPG (141.7 KiB) 1740 mal betrachtet

Großer kapazitiver Blindstrom; der Phasenverlauf des Eingangssignals entspricht dem eines kapazitiv angekoppelten Schwingkreises.
Ich konnte dazu in Wikipedia folgende Beschreibung für einen induktiv gekoppelten Schwingkreis (umgekehrter Phasengang) finden:

Erzwungene_Schwingung.png
Erzwungene_Schwingung.png (4.51 KiB) 1740 mal betrachtet

Erzwungene_Schwingung_Phasenverschiebung.png
Erzwungene_Schwingung_Phasenverschiebung.png (28.36 KiB) 1740 mal betrachtet

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwingkreis

Hängt der Tastkopf am Ausgang, sinkt die Resonanzfrequenz geringfügig auf 1,16 MHz. 
Mit dieser hohen Frequenz tut sich mein Endverstärker schwer, die Ausgangsspannung hat mit Sinus nicht mehr viel am Hut.
Aber egal, es genügen schon ein paar Volt an den Platten, und bei Resonanz geht die Spannung (blau) am heißen Ende der Flachspule durch die Decke
und das mit einem sauberen Sinus.
Das Foto mit der glimmenden Leuchtstoffröhre im Post weiter oben kam mit letzter Kraft meines Verstärkers zustande, dabei betrug die Eingangsspannung
ca. 12 Veff (3,6 A), die Ausgangsspannung konnte ich nicht messen, dazu musste mir erst aus der Firma einen 1:1000 Tastkopf ausleihen.
Rechnerisch sollten es etwa 360 Veff gewesen sein.

Nachfolgend eine Liste mit Meßergebnissen zur Norrby Platine, aber ohne Gewähr, meine RLC Brücke ist schon betagt.

Induktivität
1 Flachspule: 42,7 µH 
1 Flachspule gegen 1 kurzgeschlossene Nachbarspule, 13,5 mm Abstand: 38,0 µH 
1 Flachspule gegen 2 kurzgeschlossene Nachbarspulen, je 13,5 mm Abstand: 32,1 µH  

Kopplungsfaktor
Zwischen zwei Flachspulen bei 13,5 mm Abstand: 0,33

Kapazität
1 Platte gegen Flachspule: 0,66 nF
2 Platten gegen Flachspule: 1,32 nF
Platte gegen Platte: 0,33 nF

Resonanzfrequenz / Spannungsüberhöhung / Eingangsimpedanz
Flachspule gegen 1 Platte, 2. Platte offen: 1,580 MHz / Vu = 27 / Zi = 7,2 Ω
Flachspule gegen 1 Platte, 2. Platte an Masse: 1,195 MHz / Vu = 20 / Zi = 14,9 Ω
Flachspule gegen 2 Platten: 1,170 MHz / Vu = 30 / Zi = 5,1 Ω


Im nächsten Schritt wurden 4 Platinen zu einem Stapel verbunden, jeweils zwei Flachspulen parallel, die beiden parallelen Paare in Reihe.
Die Parallelschaltung interpretiere ich in das Norrby Patent hinein, wenn ich die Batterien für Hochfrequenz als große Kondensatoren und somit als Leiter betrachte.
Damit stellt die Batterie des Spulenkreises das heiße Ende zweier paralleler Spulenstränge dar.
Die Platten sind vorerst alle zusammengeschaltet und bilden den Generatoranschluss.

Zu meiner großen Freude ergab sich nun eine Resonanzfrequenz von knapp 500 kHz und ich konnte mich leistungsmäßig besser austoben. :P


4 Platinen P-R-P Gas.jpg
4 Platinen P-R-P Gas.jpg (659.23 KiB) 1740 mal betrachtet


Hier "brennt" eine normale 40W Glühbirne an der ersten Stufe (halbe Spannung) ordnungsgemäß mit 230 V / 500000 Hz. :mrgreen:

4 Platinen P-R-P Glüh.JPG
4 Platinen P-R-P Glüh.JPG (523.01 KiB) 1740 mal betrachtet

CH1 Iin CH3 Uin CH2 Uout Glüh.JPG
CH1 Iin CH3 Uin CH2 Uout Glüh.JPG (130.58 KiB) 1740 mal betrachtet


Und jetzt das ultimative Foto zum Prahlen, ich habe diesen Wahnsinn nur sehr kurz betrieben.
An der Röhre liegt am unteren Anschluss eine Spannung von 1500 Veff und 490 kHz.

4 Platinen P-R-P LL.jpg
4 Platinen P-R-P LL.jpg (526.25 KiB) 1740 mal betrachtet


Hier noch ein Oszillogramm bei maximaler Spannung und offenem Ausgang (nur Tastkopf 1:1000).


CH1 Iin CH3 Uin CH2 Uout max.JPG
CH1 Iin CH3 Uin CH2 Uout max.JPG (134.27 KiB) 1740 mal betrachtet


Für heute soll es genug sein, demnächst möchte ich meinen letzten Versuchsaufbau beschreiben, 4 Platinen exakt nach der Verschaltung im Patent.
Für Fragen und Hinweise auf Fehler meinerseits habe ich stets ein offenes Ohr...

Bis dahin mit schönem Gruß,
Ecki

 
Ecki
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18.02.2019, 23:40

Hallo,

es hat inzwischen gedauert und ich bin trotzdem noch nicht am Ende aller Experimente, möchte mich aber jetzt mit ein paar Zwischenergebnissen melden.

Ich habe also 4 St. von meinen Platinen streng nach dem Norrby-Patent verschaltet.
Dachte ich, habe aber schon einen Fehler entdeckt und werde noch mal umbauen.

Zuerst stelle ich die Zeichnung der Schaltung hier ein, dann erklärt es sich leichter.
Mal wieder eine vergewaltigte Originalzeichnung, reduziert auf 4 Ebenen, dafür mit zwei (!) Lampen:

Wiring k.jpg
Wiring k.jpg (137.83 KiB) 1686 mal betrachtet

Die Verbindungen "P" habe ich vorerst durch Drahtbrücken ausgeführt.

Es gibt tatsächlich ein kaltes Ende (La1) und ein heißes Ende (La2). Strom- oder Spannungsvermehrung, ganz nach Wunsch. ;)

Die Frage war: wie und wo bringe ich die anregende Hochfrequenz am besten rein, wo ist der Anfang und wo das Ende?
Ich konnte z.B. an der Stelle von La1 meinen Generator anschließen und eine Resonanz bei ca. 450 kHz anregen.
Dann hatte ich die Idee, eine 5. Platine unter den 4-er Stapel zu setzen und bei dieser nur die Flachspule zum Einkoppeln der HF zu nutzen.
Das funktioniert sehr gut, die Resonanzfrequenz findet sich bei 454 kHz (mit Lampenlast 465 kHz) und ich kann schön Leistung einkoppeln.
Damit ist der Generator sogar galvanisch getrennt vom restlichen Gebilde.
Mein Aufbau beginnt etwas komplexer zu werden, hier eine Gesamtansicht:


18.02.2019 k.jpg
18.02.2019 k.jpg (667.97 KiB) 1686 mal betrachtet

Ich habe versuchshalber zusätzlich Gleichstrom aus dem Netzgerät durch den Aufbau geschickt, entkoppelt über zwei Spulen, rechts im Bild.
Die Batterien "o" und "e" sind durch Kondensatoren mit je 5 µF ersetzt (die roten Klötze rechts). Eingespeist wird über die Anschlüsse der Batterie "o".
Die Glühbirne links entspricht La1 (kaltes Ende) und es ist eine 24V / 40W Glühlampe!

Hier funzelt sie nur mit 10V / 1A DC aus dem Netzteil, die HF ist abgeschaltet.
Führe ich Leistung aus dem Generator zu, wird die Lampe heller... ansonsten passiert natürlich nichts.
Ich kann beide Quellen beliebig vermischen und muss nur die max. Lampenspannung beachten.
Die Effektivspannungen addieren sich brav nach Wurzel aus (Udc² + Uac²).

Morgen geht's weiter, bin jetzt zu müde. Aber eines kann ich schon heute feststellen:
Die Investition und die Mühe haben sich gelohnt, mich befremdet die "Schaltung" jetzt wesentlich weniger. :P
Ich musste da endlich mal dran!

Schönen Gruß,
Ecki
Ecki
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19.02.2019, 23:31

Schönen Abend,

habe mir überlegt, ich sollte nicht mit so vielem auf einmal anfangen.
Daher möchte ich zunächst meine Schaltung aus meiner momentanen Sichtweise beschreiben.
 
Die Anordnung ist kapazitiv sowie induktiv verkoppelt, ist ja sowieso klar. ;)
Daß die kapazitive Kopplung sehr wirksam sein kann, haben mir meine ersten Experimente gezeigt.

Induktiv betrachtet ist es eine seltsame Art von Spartransformator.
Der Plattenkreis bildet 2 Windungen, verteilt auf 4 halbe Windungen auf den 4 Ebenen.
Ich hab mal alles aus der Zeichnung herausgelöscht, was nicht für die Induktion im Plattenkreis wichtig erscheint.

Plattenkreis.jpg
Plattenkreis.jpg (51.37 KiB) 1671 mal betrachtet

Das hintere Ende der untersten Platte ist mit dem vorderen Ende der übernächsten Platte verbunden. Es sind so 2 halbe Windungen in Reihe geschaltet.
Dann geht es durch die Lampe und umgekehrt genauso wieder zurück, wieder 2 halbe Windungen.
Ganz unten stellt die Batterie "o" für die HF kaum ein Hindernis dar, also Durchgang. Bei meinem Aufbau ist es dazu noch der Erdungspunkt.
Die zwei Windungen ergeben eine kleine Impedanz, ideal zum Betrieb einer Niedervoltlampe.

Ich musste bei meinen 4 Platinen auf jeder Seite eine Verbindung außen herum von einem Plattenende zum übernächsten "Anfang" legen.
Das war nicht ganz ohne, die Drähte sollten in der richtigen Höhe und mit einigen Zentimetern Abstand verlegt werden, sonst wird eine Gegenspannung induziert.
Daher ist auf meinem Foto weiter oben eine HF-Litze so dekorativ auf einer leeren Valvo-Schachtel zu sehen; das ist nicht nur Deko, die Schachtel passt genau.

Wenn man den Spulenkreis aus den 4 Flachspulen von der Seite der Batterie "e" aus betrachtet, und diese Batterie wieder als Durchgang für HF anschaut,
dann ist es das Ende von zwei parallel wirkenden Flachspulen, diese in Serie mit wieder 2 parallelen Flachspulen.
Bezogen auf meinen Erdungspunkt tritt hier die weitaus höchste Spannung auf, hier leuchten Entladungslampen. Kein Glimmen, sie "brennen".

Die Batterie "e" wäre daher sehr "heiß" im Betrieb, läge komplett auf dem Potenzial der hochgespannten HF.  Hat Coler deshalb immer gesagt: "Finger weg" ?

Habe auch hierfür ein stark reduziertes Schaltbild:

Spulenkreis.jpg
Spulenkreis.jpg (90.98 KiB) 1671 mal betrachtet

Wenn ich in die Spulenenden von der Seite des Plattenkreises hineinschaue (oben), sehe ich zwei gleiche Windungsanfänge,
für Spannungen zwischen den Anschlüssen zeigt sich der Spulenkreis bifilar.
Hier bildet sich sozusagen eine Schieflage, weil ein "Halbwindungsstrang" des Plattenkreises seriell zu seiner Flachspule geschaltet ist,
der andere aber verläuft gegensinnig zur angeschlossenen Flachspule.
Das zeigt sich auch am Unterschied der gegen Erde gemessenen Spannungen an den Lampenanschlüssen.

CH1 (gelb) = Generatorsstrom; Ch2 (blau) = Generatorspannung, beide in die Spule der 5. Platine.
CH3 (violett) = Signal an La1, klein; CH4 (grün) = Signal an La1, groß.
MATH (rot) berechnet die Differenz zwischen beiden Anschlüssen, schöne 24 Veff an die Lampe La1.


Sig. La1.JPG
Sig. La1.JPG (153 KiB) 1671 mal betrachtet


Mir kommt das momentan so vor, als dass der Plattenkreis wirkungslos in das bifilare Ende des Spulenkreises "hineinheizt".
Bisher erkenne ich noch keinen Sinn darin, es schadet und es nützt meinem Aufbau nicht.

Baldigst liefere ich mehr Details; die Beschreibung wird so umfangreich wie ich insgeheim befürchtet hatte, daher mache ich lieber Fortsetzungen.

Schönen Gruß,
Ecki
 
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Rudi
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28.02.2019, 06:56

Hallo Ecki,
frisch aus dem Urlaub zurück, wollte ich Dir nur mal meinen Respekt hier lassen. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.
Ecki
Beiträge: 68
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06.03.2019, 00:01

Servus zusammen,

und danke, Rudi, für Deinen Zuspruch. Wünsche schönen Urlaub gehabt zu haben.

Ich hingegen hatte mir noch eine Grippe eingefangen und war länger nicht in Stimmung für krauses Gedankengut...

Zuletzt hatte ich geschrieben, dass die galvanische Ankopplung der Flachspulen an die Plattenspule im gegebenen Aufbau eine Schieflage erzeugt,
dieses aber anscheinend keine Rolle spielt.
Um genaueres herauszubekommen habe ich die Verbindung an Stelle der Batterie "e" aufgetrennt; damit können sich keine Kreisströme mehr bilden.
Die Schaltung sieht dann so aus:

e offen.jpg
e offen.jpg (100.93 KiB) 1577 mal betrachtet


Das Gebilde resoniert fast genau so wie mit verbundenen "e" Anschlüssen. Auch die Lampe La1 am Plattenkreis leuchtet unbeeindruckt weiter.
Die Resonanzfrequenz sinkt um drei Kilohertz, nachfolgend zwei Oszillogramme dazu (kleine Signale, ohne Lampe).

An den offenen Anschlüssen bei "e" hängen die Kanäle CH2 (blau) und CH4 (grün). Die Verbindung an Stelle der Batterie "o" liegt auf Masse. 
CH1 (gelb) und CH2 (violett) messen Strom und Spannung aus dem Generator in die 5. Spule.


Anschlüsse "e" offen:

448kHz eo.jpg
448kHz eo.jpg (75.75 KiB) 1577 mal betrachtet

Leichte Spannungsdifferenz, die "Schieflage" schiebt sich bis zu den Enden durch.


Anschlüsse "e" verbunden:

451kHz eg.jpg
451kHz eg.jpg (74.43 KiB) 1577 mal betrachtet

Die Stromaufnahme liegt mit der Verbindung etwas höher, evtl. wird doch ein wenig Leistung verkocht...

Im BIOS Report, Appendix II, Bericht von Prof. Kloss gibt es dazu übrigens eine Stelle im Text:

"The plate-circuit and the spool-circuit are parallel so that the two batteries appertaining there-to can also be replaced by a single battery.
This was ascertained towards the end of the tests by switching off the one battery while the apparatus was working."
 

Bei meinem Versuch ist es allerdings nicht wurscht, welche Batterie bzw. Verbindung man weglässt.
Wenn ich die Plattenseite "o" unterbreche, bildet sich zwar die gleiche Resonanz, die 24V/40W Lampe La1 ist aber so nicht "hoch zu bekommen",
die Resonanz bricht dann zusammen.

Wer suchet, der findet:
Bei offenen Anschlüssen "e" bildet sich bei 985 kHz eine zweite Resonanzstelle, bei der die beiden Ausgangssignale gegenphasig zueinander liegen,
wenn auch viel schwächer ausgeprägt.


985kHz eo.jpg
985kHz eo.jpg (73.68 KiB) 1577 mal betrachtet

Diese Resonanzfrequenz lässt sich mit einer zusätzlichen Kapazität (0,5-2 nF) zwischen den Anschlüssen "e" nach unten drücken.
Ich will mir das mal im Hinterkopf behalten...

Nun noch zu etwas völlig anderem:
Auch wenn ich den Aufbau mit hoher Leistung antreibe, so dass die Lampe La1 mit 24V volle Kanne brennt, reicht die magnetische Feldstärke im Innenraum
der Flachspulen nicht aus, meine im Diskussionsthread zuletzt vorgestellten, speziell geglühten Stahldrähte anzuregen.
Ich habe meine "Matteucci Sonde" in dem Spalt herumgeführt, auch einen Dauermagnet dazugelegt, konnte ihr aber kaum ein Signal abringen;
warm wurde sie dabei schon, also ist die Feldstärke zumindest nahe dran.
Dann habe ich die Sonde noch zwischen die obersten Platten, an Stelle der Verbindung "P" eingeschaltet, damit auch der Ausgleichsstrom hindurch muss.
Keine messbare Änderung zu vorher, also "P" als Drahtbrücke, nichts. Dies erbauet mich nicht.

Ich grüble daher schwer, ob der Weg über den "Matteucci Effekt" der richtige ist...
Da mir das "Stahldrahtpatent" von Willy Unruh nicht aus dem Kopf gehen will, lasse ich mich von den Drähten so leicht nicht abbringen.
Ich sollte mich vielleicht mehr in den "Wiegand Effekt" und die Herstellung dieser Drähte einarbeiten. :?

https://de.wikipedia.org/wiki/Wiegand-Sensor
http://www.techniklexikon.net/d/wiegand ... effekt.htm

Schönen Gruß,
Ecki

 
asterix
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06.03.2019, 09:34

Ich habe inzwischen die Plattenspulen gewickelt.

Plattenspulen.gif
Plattenspulen.gif (196.13 KiB) 1566 mal betrachtet

Mir ist allering beim Austesten auf Resonanz dann gleich ein Funktionsgenerator abgeraucht. Ist mir letztes Jahr schon einmal passiert. Ich stelle das Ganze jetzt ein, bis die neue Endstufe fertig ist. Da hänge ich dann einen 4€-China-Generator ( XR2206 Funktion Signal Generator DIY Kit ) dran.
Das ist meine persönliche Meinung dazu. Basierend auf einer nach bestem Wissen und Gewissen recherchierten Faktenlage.
Ecki
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08.03.2019, 15:28

Hallo Asterix,

immer wenn es spannend wird, geht das Zeug kaputt, das kenne ich auch.
Meine Endstufe hat mich unerwartungsgemäss noch nicht im Stich gelassen, wahrscheinlich deshalb, weil ich 3 St. zur Reserve liegen habe.

Wenn ich einen Rat geben darf, kauf Dir doch z.B. so einen chinesischen DDS Joghurtbecher, bereits importiert und in 3 Tagen da:

https://www.ebay.de/itm/FY6800-60M-DDS- ... OSwPaBccaC~

Dieser schafft angeblich 20 Vpp an 50 Ohm, damit würde die Konstruktion des Endverstärkers wesentlich einfacher.

Habe ein ähnliches Teil schon getestet, bei dem Preis gab es nichts zu meckern.
Die Software für den Anschluss an den PC war etwas fehlerhaft, den Makel sollte man ggf. in Kauf nehmen.

Schönen Gruß,
Ecki
asterix
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08.03.2019, 16:10

Danke für den Tip. So einen habe ich letztes Jahr zerschossen. Die 20V schafft der tatsächlich auf einem Kanal. Nach dem "Unfall" nur noch 2V. Der andere Kanal geht noch. Der macht aber nur 4V.

Ich hab mir jetzt aber was in der Art bestellt. Da hänge ich einfach einen schnellen OP dahinter. Dann komme ich auch auf 20V.
Das ist meine persönliche Meinung dazu. Basierend auf einer nach bestem Wissen und Gewissen recherchierten Faktenlage.
Ecki
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23.04.2019, 22:12

Hallo,

bei mir stockt es gerade dahingehend, dass ich, wie gesagt, meine Stahldrähte mit oder in meinem Platinenaufbau nicht "triggern" kann.
Die magnetische Feldstärke reicht gerade nicht aus. Und ich glaube nicht, dass einfach nur mehr Strom zu geben zielführend ist.
Die Permeabilität der "piano wires" muss größer werden...

Inzwischen habe ich verschiedene, zum Teil langwierige Versuche gemacht.
Ich konnte den Stahldraht empfindlicher machen durch vorsichtigeres und langsameres Einglühen, aber es reicht immer noch nicht.

Dann habe ich den angesprochenen Wiegand Effekt nachzubilden versucht.
In den Patentschriften von John Wiegand gibt es sehr ausführliche Beschreibungen, wie so ein Draht herzustellen ist.
Es wird aber kein Stahldraht empfohlen, sondern Vicalloy (52 % Kobalt), was nicht zu bekommen ist, oder "handelsüblicher" NiFe48 Draht,
wenn man mit weniger Ausgangssignal auch zufrieden ist.

Der Draht ist wirklich handelsüblich, weil er für E-Zigaretten als Glühdraht verwendet wird, bis 0,6mm Durchmesser, den hatte ich schon da.
Ich konnte ihn so lange drehen und ziehen, bis er freiwillig Impulse in eine Sensorspule lieferte, also nachher in entspannter Form.
Allerdings macht der Draht nur axiale Ummagnetisierungssprünge, d.h. an den Drahtenden liegen keine Impulse an, gefällt mir nicht.
Zweitens ist er zwar deutlich sensibler, aber das liegt eher an der Legierung (52 % Nickel, 48 % Eisen).
Der NiFe48 Draht ist auch beim Matteucci Effekt wesentlich "ergiebiger".
Leider drittens: ich kann in diesen Draht bisher keine Torsion einglühen, bin noch am Üben.

Und ich habe endlich einen Kobalt legierten Draht gefunden: "Kovar", eine Legierung aus 54 % Eisen, 17 % Kobalt und 29 % Nickel.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kovar
Ich konnte dazu auch Daten über die magnetischen Eigenschaften finden, hier gibt es ein Datenblatt:
https://www.haraldpihl.com/en/products/ ... -k--kovar/
Habe 3,3m x D 1,0mm über Ebay in Kanada bestellt, das Porto ist gesalzen; nächsten Montag soll er kommen.

Mein Hintergedanke ist, ob früher in hochwertigen Federstählen evtl. eher Kobalt zulegiert wurde als heute.
Also, ob Willy Unruh beim Basteln einer Unterbrecherfeder zufällig z.B. eine alte Uhrfeder aus speziellem Stahl verwendet hat?
Oder war es eine Unruhfeder?
Schaun mer mal, was der Kovar sagt. ;)

Auch wenn ich länger keinen Piep von mir gebe, es geht weiter.
Und bei Frühlingswetter auch mal nicht.

Schönen Gruß,
Ecki

 
Ecki
Beiträge: 68
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18.06.2019, 20:54

Hallo,

wollte Euch zumindest mal "Piep" sagen.
Und ich möchte jetzt nicht ausführlich werden, dafür gibt's in absehbarer Bälde mehr, mit mehr Ergebnissen.
Ich habe inzwischen (wieder mal) 2 Drahtsorten gezwirbelt, ansonsten noch sehr wenig versucht, momentan brauch ich etwas Abstand.
Was aber nicht heißt, dass ich verzagt hätte, zur Zeit ist mir z.B. das Wetter zu schön...

Wenigstens habe ich inzwischen den besagten Kovar Draht untersucht und gequält, wobei er sich nicht leicht quälen lässt.
Es kommen "andere" Ergebnisse, als mit Stahl oder Nickel-Eisen.
Nach Glühen über Curietemperatur wird er permeabler, umgehauen hat er mich trotzdem nicht.
Z.B. mit wenig Torsion und hoher Feldstärke kommen solche, doch ansprechende Ausgangssignale zustande:


Kovar spez.jpg
Kovar spez.jpg (67.5 KiB) 588 mal betrachtet


In Zukunft halte ich die Anordnung der Messwerte meiner Oszillogramme einheitlich, versprochen.

Habe mir "übrigens" einen alten Wunsch erfüllt und mir eine Stromzange für's Oszi gekauft, 5A oder 50A max. sie kann DC - 50 MHz, bin sehr erfreut. :P
Die neuen Messungen werden deutlich genauer.
Stellte fest: mein nobler Shunt-Widerstand von Isabellenhütte tut ab 300 kHz nicht mehr richtig, weil nicht dafür spezifiziert gewesen...

...Danach kamen noch 10m 50:50 Nickel-Eisen Spezialschweißdraht mit D=1,2mm aus England, das Porto war diesmal billiger.
Dieser Draht hat nach dem Glühen eine sehr hohe Permeabilität (gegenüber Stahl) und es lässt sich warm eine Torsion einbringen.
Allerdings nicht an die 100% wie beim Federdraht, sondern allenfalls 30%. Ist trotzdem vielversprechender.

Die "zu-tun-Liste" sagt mir: Sonde aus links- und rechtsdrehenden Drähten bauen, Platinenstapel anheizen, testen, usw.

Ich vertraue auf Eure Geduld, damit einen schönen Gruß,
Ecki





 
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