Nachbau Patent Robert Norrby

Raumenergie Historie
Ecki
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03.02.2019, 23:02

Servus Asterix und wertes Forum, 

auch ich melde mich nach Tagen intensiven Messens und Bastelns wieder zurück.
Es hat mich, zusätzlich zu meinem Job, ganz nett in Anspruch genommen, aber die Neugier hat gesiegt.
Nun kann ich einige Erkenntnisse zu meiner Norrby Platine, bzw. zu einem Stapel aus 4 Stück liefern.
 
Ich habe zuerst an einer einzelnen Platine lange rumprobiert, bis ich dieser eine Resonanz entlocken konnte.
Erstens liegt bei einer Platine die Resonanzfrequenz doch sehr hoch, 1,17 MHz, womit ich zuerst nicht gerechnet hatte, zweitens hatte ich anfangs versucht,
meine Generatorspannung zwischen den Platten einzuflößen, was nur halbherzig funktioniert, das erklärt sich später noch.
Da die Platten im Norrby Patent über die Magnete „P“ verbunden sind, habe ich sie dann parallel geschaltet und gegen einen Anschluss der Flachspule als Massepunkt das Signal eingespeist, die Beschaltung sieht so aus: 


2 Platten vs Flachsp.jpg
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Dazu ein Oszillogramm bei Resonanz. CH1 (gelb) ist der Eingangsstrom, CH3 (violett) ist die Eingangsspannung, CH2 (blau) die Ausgangsspannung.


CH1 Iin CH2 Uout CH3 Uin 1,16MHz.JPG
CH1 Iin CH2 Uout CH3 Uin 1,16MHz.JPG (141.7 KiB) 50 mal betrachtet

Großer kapazitiver Blindstrom; der Phasenverlauf des Eingangssignals entspricht dem eines kapazitiv angekoppelten Schwingkreises.
Ich konnte dazu in Wikipedia folgende Beschreibung für einen induktiv gekoppelten Schwingkreis (umgekehrter Phasengang) finden:

Erzwungene_Schwingung.png
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Erzwungene_Schwingung_Phasenverschiebung.png
Erzwungene_Schwingung_Phasenverschiebung.png (28.36 KiB) 50 mal betrachtet

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwingkreis

Hängt der Tastkopf am Ausgang, sinkt die Resonanzfrequenz geringfügig auf 1,16 MHz. 
Mit dieser hohen Frequenz tut sich mein Endverstärker schwer, die Ausgangsspannung hat mit Sinus nicht mehr viel am Hut.
Aber egal, es genügen schon ein paar Volt an den Platten, und bei Resonanz geht die Spannung (blau) am heißen Ende der Flachspule durch die Decke
und das mit einem sauberen Sinus.
Das Foto mit der glimmenden Leuchtstoffröhre im Post weiter oben kam mit letzter Kraft meines Verstärkers zustande, dabei betrug die Eingangsspannung
ca. 12 Veff (3,6 A), die Ausgangsspannung konnte ich nicht messen, dazu musste mir erst aus der Firma einen 1:1000 Tastkopf ausleihen.
Rechnerisch sollten es etwa 360 Veff gewesen sein.

Nachfolgend eine Liste mit Meßergebnissen zur Norrby Platine, aber ohne Gewähr, meine RLC Brücke ist schon betagt.

Induktivität
1 Flachspule: 42,7 µH 
1 Flachspule gegen 1 kurzgeschlossene Nachbarspule, 13,5 mm Abstand: 38,0 µH 
1 Flachspule gegen 2 kurzgeschlossene Nachbarspulen, je 13,5 mm Abstand: 32,1 µH  

Kopplungsfaktor
Zwischen zwei Flachspulen bei 13,5 mm Abstand: 0,33

Kapazität
1 Platte gegen Flachspule: 0,66 nF
2 Platten gegen Flachspule: 1,32 nF
Platte gegen Platte: 0,33 nF

Resonanzfrequenz / Spannungsüberhöhung / Eingangsimpedanz
Flachspule gegen 1 Platte, 2. Platte offen: 1,580 MHz / Vu = 27 / Zi = 7,2 Ω
Flachspule gegen 1 Platte, 2. Platte an Masse: 1,195 MHz / Vu = 20 / Zi = 14,9 Ω
Flachspule gegen 2 Platten: 1,170 MHz / Vu = 30 / Zi = 5,1 Ω


Im nächsten Schritt wurden 4 Platinen zu einem Stapel verbunden, jeweils zwei Flachspulen parallel, die beiden parallelen Paare in Reihe.
Die Parallelschaltung interpretiere ich in das Norrby Patent hinein, wenn ich die Batterien für Hochfrequenz als große Kondensatoren und somit als Leiter betrachte.
Damit stellt die Batterie des Spulenkreises das heiße Ende zweier paralleler Spulenstränge dar.
Die Platten sind vorerst alle zusammengeschaltet und bilden den Generatoranschluss.

Zu meiner großen Freude ergab sich nun eine Resonanzfrequenz von knapp 500 kHz und ich konnte mich leistungsmäßig besser austoben. :P


4 Platinen P-R-P Gas.jpg
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Hier "brennt" eine normale 40W Glühbirne an der ersten Stufe (halbe Spannung) ordnungsgemäß mit 230 V / 500000 Hz. :mrgreen:

4 Platinen P-R-P Glüh.JPG
4 Platinen P-R-P Glüh.JPG (523.01 KiB) 50 mal betrachtet

CH1 Iin CH3 Uin CH2 Uout Glüh.JPG
CH1 Iin CH3 Uin CH2 Uout Glüh.JPG (130.58 KiB) 50 mal betrachtet


Und jetzt das ultimative Foto zum Prahlen, ich habe diesen Wahnsinn nur sehr kurz betrieben.
An der Röhre liegt am unteren Anschluss eine Spannung von 1500 Veff und 490 kHz.

4 Platinen P-R-P LL.jpg
4 Platinen P-R-P LL.jpg (526.25 KiB) 50 mal betrachtet


Hier noch ein Oszillogramm bei maximaler Spannung und offenem Ausgang (nur Tastkopf 1:1000).


CH1 Iin CH3 Uin CH2 Uout max.JPG
CH1 Iin CH3 Uin CH2 Uout max.JPG (134.27 KiB) 50 mal betrachtet


Für heute soll es genug sein, demnächst möchte ich meinen letzten Versuchsaufbau beschreiben, 4 Platinen exakt nach der Verschaltung im Patent.
Für Fragen und Hinweise auf Fehler meinerseits habe ich stets ein offenes Ohr...

Bis dahin mit schönem Gruß,
Ecki

 
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