Marderschreck

Elektronik Eigenbau und anderes
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Rudi
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22.11.2019, 16:21

Hallo zusammen,

heute mal ein praktisches Problem. Wie der Titel schon sagt, haben wir seit etwa 3 Monaten ein Problem mit einem Marder auf dem Dachboden. Nachdem die Standard-Lösungen aus dem Internet bisher keinen Erfolg hatten (WC-Steine und anderes) will ich das jetzt mal mit Ultraschall versuchen. Soweit ich das beurteieln kann, lässt er sich durch laute Musik beeindrucken (mit einem Radio haben wir ihn zwar nicht vertrieben, aber in eine andere Ecke gedrängt). Blöderweise finden unsere Nachbarn laute Musik auf dem Dachboden auch nicht so toll.. :|
Ich habe mir eine sehr simple Schaltung ausdeacht, mit der man richtig laute Töne erzeugen kann. Die Grundfrequenz von etwa 14KHz (hör ich nicht mehr) wird von einem Arduino erzeugt, Vss=5V. Das reicht, um einen MOS-FET durchzuschalten, in dem in einem Arm die Lautsprecher sitzen (siehe Skizze, sorry für die laienhafte Darstellung).
Schaltung.jpg
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Das funktioniert auch soweit, aber wenn ich mir das auf dem Ossi ansehen, sieht das eher nicht so toll aus (gemessen direkt am Lautsprecher). Die Grundschwingung mit 14KHz ist zwar sauber da, es gibt aber einen deutlichen Durchschwinger nach unten, wenn der MOS-FET sperrt.

Unbenannt.JPG
Unbenannt.JPG (74.75 KiB) 187 mal betrachtet
Das ist sicherlich durch die Induktivität ausgelöst. Vielleicht hat jemand im Forum eine Idee, wie man das verhindern kann. Zweite Frage ist, ob es da vielleicht einen besseren MOS-FET gibt, da der Irfz44n doch deutlich warm wird.
Ach ja, betrieben werden soll das Ganze im Endausbau mit 24V statt 12V und die Lautsprecher sind zwei paralell geschaltete 8 Ohm Lausprecher. Hat da jemand eine Idee?

Gruß Rudi

Edit: Die einfachste Möglichkeit wäre wahrscheinlich eine Diode in Sperrichtung paralell zum Lautsprecher?
asterix
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23.11.2019, 08:50

Wenn der FET warm wird, dann deutet das darauf hin, dass er nicht ganz durchschaltet. Hast Du einmal nachgeschaut ob die Spannung am Gate tatsächlich auf 5V kommt?

Ich würde noch eine galvanischt Trennung zwischen FET und Arduino machen. Sonst gibt es Probleme, wenn aus irgend einem Grund der Ausgang auf H bleibt.

Das mit der Diode müsste eigentlich gehen.
Das ist meine persönliche Meinung dazu. Basierend auf einer nach bestem Wissen und Gewissen recherchierten Faktenlage.
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Rudi
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24.11.2019, 13:36

asterix hat geschrieben:
23.11.2019, 08:50
Hast Du einmal nachgeschaut ob die Spannung am Gate tatsächlich auf 5V kommt?
Ja, tut es. Sieht alles ganz sauber aus. Ich probiere das mal mit einem IRL1004, der hat einen noch kleineres RDS on (und außerdem liegt der hier noch rum).
asterix hat geschrieben:
23.11.2019, 08:50
Sonst gibt es Probleme, wenn aus irgend einem Grund der Ausgang auf H bleibt.
Da müsste dann der Arduino kaputt sein. Ich versuche das mal mit einem zusätzlichen Pull-down-Widerstand.
asterix hat geschrieben:
23.11.2019, 08:50
Das mit der Diode müsste eigentlich gehen.
Versuch ich dann mal. Ist schon bestellt. Mehr schreibe ich dann, wenn es funktioniert (oder auch nicht).
asterix
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24.11.2019, 14:41

Da müsste dann der Arduino kaputt sein. Ich versuche das mal mit einem zusätzlichen Pull-down-Widerstand.
Pull-down-Widerstand wird da nicht helfen. So war das nicht gemeint. Während Du z.B. das Programm auf den Arduino aufspielst, liegen an allen Ausgängen undefinierte Pegel. Die können H oder L sein. Enstsprechend kann dann sonstwas in der Schaltung passieren. Oder man hat im Programm einen Fehler der den Ausgang auf H lässt ... . Halt eine Standartvorsichtsmaßnahme, die etliche Probleme ausschließt, wenn man den Arduino in der Schaltung umprogrammiert. Wenn man die ersten 3 so zerschossen :oops: hat, dann achtet man immer öfter auf so was.


Ja, tut es. Sieht alles ganz sauber aus.
Wenn am Gate 0V und 5V sind, dann kann eigentlich nur der FET defekt sein. Der IRFZ44 schaltet bei 5V am Gate 20A durch. In der Schaltung kommt man auf maximal 1.5A. Für den FET macht das eine Verlustleistung von um die 40mW, während Strom fließt. Der sollte kalt bleiben.
Das ist meine persönliche Meinung dazu. Basierend auf einer nach bestem Wissen und Gewissen recherchierten Faktenlage.
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Rudi
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25.11.2019, 10:29

asterix hat geschrieben:
24.11.2019, 14:41
Halt eine Standartvorsichtsmaßnahme, die etliche Probleme ausschließt, wenn man den Arduino in der Schaltung umprogrammiert. Wenn man die ersten 3 so zerschossen :oops: hat, dann achtet man immer öfter auf so was.
Jetzt weiß ich, was Du meinst, ist aber hier noch kein Problem gewesen. Ich habe mir angewöhnt, während das Kabel zum Programmieren drauf sitzt, keine anderen Spannungen angeschaltet zu lassen und - bei mir ganz wichtig - das USB-Ossi von allen Klemmen zu entfernen. Das ist bei mir der sichere Arduino-Tod. Das hat schon seinen Grund, warum ich die hier zuhauf liegen habe. :D

asterix hat geschrieben:
24.11.2019, 14:41
In der Schaltung kommt man auf maximal 1.5A. Für den FET macht das eine Verlustleistung von um die 40mW, während Strom fließt. Der sollte kalt bleiben.
Ich hätte vielleicht schreiben sollen, dass ich die Wärme bei 24Volt und RL=5,5 Ohm registriert habe. Das sind dann schon etwa 4 Ampere, die da fließen und geplant sind bis 9 Ampere im Peak. Ich versuchs einfach mit dem IRL1004 und warte mal, bis die Freilaufdiode ankommt, dann gehts weiter.
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Rudi
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30.11.2019, 08:38

So, die Freilaufdiode ist jetzt angekommen (MBR10100) und der MOS-FET gegen den IRL1004 ausgetauscht. Funktioniert jetzt alles perfekt und nichts wird mehr warm. Das Teil macht einen Höllenlärm, wenn ich die Frequent mal in den hörbaren Bereich reduziere. Wenn sich der Marder davon nicht beeindrucken lässt, muss er wohl taub sein. In 4 Wochen weiß ich mehr, ob das zuverlässig funktioniert.

Gruß Rudi
asterix
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30.11.2019, 16:18

Rudi hat geschrieben:
30.11.2019, 08:38
Das Teil macht einen Höllenlärm, wenn ich die Frequent mal in den hörbaren Bereich reduziere. Wenn sich der Marder davon nicht beeindrucken lässt, muss er wohl taub sein. In 4 Wochen weiß ich mehr, ob das zuverlässig funktioniert.i
Der wird sich doch hoffentlich nicht zu Tode erschrecken. Was hast Du eigentlich für die Schallausgabe benutzt?
 
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Rudi
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01.12.2019, 09:08

asterix hat geschrieben:
30.11.2019, 16:18
Der wird sich doch hoffentlich nicht zu Tode erschrecken.
He,he, ich hoffe doch. Eigentlich hatte ich die ganze Zeit gehofft, dass er mal von einem Auto überfahren wird :silent:
Das hätte aber auch nichts genützt, der nächste Marder scharrt schon mit den Klauen. Unser Nachbar hat mal nachts einen Marderkampf beobachten können.

asterix hat geschrieben:
30.11.2019, 16:18
Was hast Du eigentlich für die Schallausgabe benutzt?
Das ist ein relativ normaler Hochtonlautsprecher OT-57-148
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Ich hatte auch Piezo-Hochtöner ausprobiert, die taugen aber nichts, da die Leistungseinkopplung viel zu gering ist.
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