Die Klimawandel Kontroverse

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Mayday
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23.08.2018, 11:57

Ihr kennt das sicherlich, der Kimawandel wird kontrovers diskutiert. Währendem Politik und öffentliche Institutionen, wie auch der Welklimarat und durchgängig fast alle Medien die Meinung vertreten, dass der Klimawandel Menschen verursacht sei, gibt es auf der anderen Seite die Klimaskeptiker, darunter ist auch ein Nobelpreisträger. Es ist ein heisses Thema, im wahren Sinne und ich möchte hier nicht Stellung beziehen bzw. Behauptungen aufstellen "so ist es" weil ich mir nicht anmasse dies beurteilen zu können. Jedoch und das scheint mir wichtig; es muss erlaubt sein alle Wissenschaftliche Ergebnise zu diskutieren, ohne als "Spinner" bezeichnet zu werden. Das ist gegenwärtig ein Problem, "Klimawandel" ist zu sehr verpolitisiert worden, was auch der Wissenschaft schadet. Dies bedeutet nun nicht, Skeptiker richtig liegen, man darf aber diese Ecke nicht ignorieren, es muss sich wie alles in der Wissenschaft Falsifizierungen stellen.

Nun möchte ich eine gute Klimaskeptiker Begründung mal vorliegen haben, weil mich die Gegenargumente interessieren. Ich habe lange nach seriösen Inhalten gesucht, es ist schwierig..erstens findet sich viel Müll und zweitens schreiben Medien kaum darüber, weil sie nicht als Klimaleugner gelten wollen. Eine gute Skeptiker-Begründung habe ich dann doch noch gefunden, die ich euch hier jetzt präsentiere.

Vorabinfo
Der CO2 Anteil der Atomsphäre beträgt gegenwärtig ca. 0.04% = 400ppm = 4 Moleküle auf 10'000, darüber besteht i.d.R. Konsens

auch wichtig per Definition zu wissen
Das Klima ist der statistische Durchschnitt aller meteorologisch regelmäßig wiederkehrender Zustände und Vorgänge der Atmosphäre an einem Ort und umfasst lange Zeiträume von in der Regel mindestens 30 Jahren..[..] Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Klima.

Die Skeptiker-Begründung
Das Strahlungsspektrum des Erdbodens ist ein Kontinuum. Einzelne Linien spielen keine Rolle. CO2 absorbiert und strahlt zwar in bestimmten Banden. Diese Tatsache spielt nur eine untergeordnete Rolle, für die Wärmeflüsse in der Atmosphäre überhaupt keine. Eine lokale Temperatur ist - anders als die Energie - ein lokale thermodynamische Zustandsgröße, die im Fall eines lokalen thermodynamischen Gleichgewichts [...] lokal wohldefiniert ist.

Durch thermische Strahlung kann nicht Wärme von kalt nach warm ohne Anwendung äußerer Arbeit transportiert werden. Die Wärmeübergänge durch Leitung, Konvektion, Phasenübergänge und die schwache Konzentration von CO2 führen dazu, dass es keine Auswirkungen einer CO2-Konzentrationserhöhung auf irgendwelche messbaren Größen gibt. [...] Übrigens: Atmosphärisches CO2 kühlt eher durch seine Abstrahlung, aber im bodennahen Bereich unmessbar. [...] Vielmehr befinden wir uns im Regime der Magnetohydrodynamik der Atmosphäre, in deren Grundgleichungen keine Terme für Wärmequellen zu finden sind, die proportional zur Konzentration des Spurengases CO2 sind."

Dr. Ralf D. Tscheuschner (Physiker) "Es lässt sich zwar spektroskopisch im Labor ein Effekt von +1,1 Grad Celsius bei Verdoppelung der CO2-Konzentration nachweisen, aber das beweist noch nicht, dass der CO2-Anteil von nur 0,04% in der Atmosphäre (!) eine Auswirkung auf die Temperatur der Atmosphäre oder gar der Erdoberfläche hat. Auch wenn CO2 einen geringen wärmenden Einfluss auf die (ruhende) Atmosphäre hätte, wird diese Wärme weitgehend wieder in den Weltraum abgestrahlt, unterstützt durch die starken horizontalen und vertikalen Windströmungen (die in der Theorie nicht dargestellt und daher nicht berücksichtigt werden können)."

Dr. Dietrich E. Koelle (Klimaexperte) "Insbesondere die CO2-Moleküle mit ihren besonderen stoffspezifischen Absorptionsbanden bei 2,8 m, bei 4,5 m und bei 15 m, die so unabänderlich und charakteristisch sind wie ein menschlicher „Fingerabdruck“, haben auf den täglichen Temperaturgang keinen Einfluss, weil sie das „offene Strahlungsfenster“ zwischen 7 und 13 m nicht schließen können. Dies gälte auch dann, wenn die Erde von einer reinen CO2-Atmosphäre umgeben wäre. Es kann also aus rein physikalischen Axiomen heraus keinen wie auch immer gearteten „Wärmestau“ unter dem fiktiven „Glasdach“ in 6 km Höhe geben. Der „Treibhauseffekt“ ist eine pure Erfindung. Selbst wenn man die Atmosphäre wegdenken und wie weiland Svante Arrhenius bei seiner „Eiszeithypothese“ 1896 rein modelltheoretisch annehmen würde, dass der gesamte CO2-Gehalt der Atmosphäre wie ein „Schwarzer Körper“ in 6 km Höhe die Erde umhülle, selbst dann kann es keinen „Treibhauseffekt“ geben, denn die -18 °C kalte „Kohlendioxidschicht“ würde mit einer Leistung von 240 W/m2 die Erde „anstrahlen“, während die +15 °C warme Erde permanent Energie in der Größenordnung von 390 W/m2 abstrahlen würde.

Der 2. Hauptsatz der Thermodynamik lässt prinzipiell nicht zu, dass freiwillig „Wärme“ von kalt nach warm fließt. Das gasförmige CO2 als „Treibhausgas“ zu bezeichnen, das wie ein „Glasdach“ in einem Gewächshaus die Wärmestrahlung „reflektiert“ und am Entweichen in den Weltraum hindert, ist physikalisch unhaltbar. [...] Es ist physikalisch unmöglich, dass ein „Schwarzer Körper“, der kontinuierlich über ein breites Wellenlängenspektrum Energie abstrahlt, von einer atmosphärischen Gashülle, die nur selektiv und diskret Strahlung absorbiert, an seiner Abkühlung gehindert werden könnte. Wäre dies nicht so, dann hätte sich die Erde im Laufe ihrer Geschichte mit einem „anfänglichen“ CO2-Gehalt von 30 % und mehr nicht auf ein „Temperaturmilieu“ abkühlen können, das Leben gestattet. Der stets variable CO2-Gehalt der Atmosphäre ist Folge der bewegten Klimageschichte und keinesfalls Ursache." Dr. Wolfgang Thüne (Meteorologe, Physiker)
Die historischen Betrachung von Temperatur und CO2 zeigt, dass CO2 und Temperatur immer zusammen ansteigen und fallen.
Klimaskeptiker begründen, dass der CO2 Anstieg eine Folge des Temperaturanstieges sei und nicht umgekehrt. Wir befänden uns
in einer Warmphase, die enden werde, wie geschichtlich es sich immer wiederholt habe.
Klimageschichte.gif
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Warum kennt man die Temperaturen vor z.B. 200'000 Jahren? Durch Thermometer jedenfalls nicht. Anhand anderer Faktoren wird versucht die Temperaturen zu errechnen. Im Detail weiss ich das aber nicht. Jedoch, selbst dieser Punkt ist strittig, man ist sich also nicht sicher wie genau diese Temperaturewerte sind. CO2 ist einfacher. Es wird durch Eisbohrungen ermittelt. Das Alter von Eis kann ungefähr bestimmt werden und der CO2 Gehalt im Eis eingeschlossenen Luft wird analysiert.
Mayday
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23.08.2018, 12:47

Einmal angenommen es trifft zu, dass von Menschen verursachtes Co2 unbedeutend ist und zu keiner zusätzlichen Erwärmung führt. Ist es denn sinnvoll weiter Fosslien zu verbrennen? Oel und Kohle, mit gifitgen Gasen die entstehen, dem Staub und Feinststaub, welcher nachweislich Krebs fördernd ist? Macht es Sinn was sich sich in Millionen Jahren gebildet hat aus dem Boden zu holen und auf der Welt zu verteilen? Ich finde nein, wir müssen Nachaltiger werden, daran führt sowieso ungeachtet der Klimadebatte kein Weg vorbei, Ressourcen schonen und Auswirkungen auf Mensch, Tier und Planzen gering halten. Jedoch ist Wohlstand auch stark davon abhängig vom Energieverbrauch. Deswegen ist es auch so wichtig wir mithilfe neuer Technologie eine möglichst hohe Energieverfügbarkeit bei gleichzeitig minimaler Belastung erreichen. Donald Trump ist also sowieso wrong, die saubere Kohle existiert nicht.
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24.08.2018, 14:10

Ich finde nein, wir müssen Nachaltiger werden, daran führt sowieso ungeachtet der Klimadebatte kein Weg vorbei, Ressourcen schonen und Auswirkungen auf Mensch, Tier und Planzen gering halten.
Ich sehe das auch so. Öl, Kohle und Co sind viel zu wertvoll um die einfach zu verbrennen Zusammen mit Öl kann man eine Unmenge an Produkten herstellen. Aus Kohle hat man sogar schon Margarine hergestellt.

Die Kurve mit den Warmzeiten aus den letzten 400000 Jahren ist aber scheinbar nicht vollständig. Da fehlen die Werte der letzten Jahrzehnte. Wenn man die nachträgt, dann ergibt sich ein ganz anderes Bild:

CO2_1960_2016.gif
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Das ist meine persönliche Meinung dazu. Basierend auf einer nach bestem Wissen und Gewissen recherchierten Faktenlage.
Mayday
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24.08.2018, 15:08

@asterix Richtig, schlechte Grafikwahl bzw. ist nicht aktuell. Die Skala geht bis 300ppm, der CO2-Knick nach oben ist Ansatzweise noch zu erkennen. Im Text ist aber die Rede von 400ppm. Dieser Aspekt sorgt auch gleich für hitzige Köpfe: Das Klimamodell (Rechenmodell) stimme nicht, wird von Skeptikern gesagt, seit 20 Jahre steigt der Co2 Wert nicht mit der Temperatur an und die gemessene Temperatur steigt nicht wie im Klimamodell. Es wurde die letzten Jahre tatsächlich kaum noch wärmer, nicht wie errechnet, das Modell driftet immer mehr auseinander. Nun könnten die Klimamodelle tatsächlich in einer Form angepasst werden. Solche Diskussionen nahmen seinen Anfang 1998..jetzt glaubt man zu wissen warum dem so ist, schreibt der Spiegel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 45956.html
Climate Model vs Observations.png
Climate Model vs Observations.png (377.82 KiB) 1152 mal betrachtet

Viele Klimatologen bleiben dabei, sehen Menschen verursachtes CO2 als Treibhausförderer, andere sind davon nicht mehr so überzeugt und sagen sie hätten CO2 massiv überschätzt https://wobleibtdieglobaleerwaermung.wo ... ogrammiert

weiterer Streitpunkt: Satellitenfotos zeigen, dass die Erde grüner wird: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 89850.html
CO2 habe einen Düngungseffekt, gleiches wird auch in Gewächshäusern boeabachtet, dort wird der CO2 Gehalt bis verdreifacht um das Wachstum zu fördern: https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlensto ... C3%BCngung
Gegenargument; der Düngungseffekt halte momöglich nicht ewig, Pflanzen können sich anpassen.
Mayday
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24.08.2018, 16:01

noch eine detailierte aktuelle Grafik des CO2 Gehaltes.
CO2_2018.png
CO2_2018.png (254.54 KiB) 1140 mal betrachtet

Satelliten gemessene Temperaturaufzeichnung
blau sind Messungen, rot ist Korrektur/Mittelung "Graphenglättung"
UAH Satellite-Based Temperature_Lower Atmosphere.png
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25.08.2018, 10:01

Nochmal zur Prognose und deren scheinbaren Abweichung von der Realität. Bei der Modellierung eines Klimamodells gibt es eine Unmenge Abhängigkeiten.

Bei konstanter Sonneneinstrahlung bleibt z.B. der Wasserdampfanteil in der Atmosphäre konstant. Mit steigendem CO2-Gehalt steigt die Temperatur auf der Erde und damit auch der Wasserdampfanteil in der Atmosphäre, was die Temperaturerhöhung dann wieder verstärkt. Letztendlich ist dann aber doch der CO2-Zuwachs für die zunehmende Erwärmung verantwortlich. Es gibt dazu laufende Forschungen
 

Dann kommt noch eine verstärkte Wärmeabsorbtion durch das Abschmelzen der polaren Eisschilde dazu. Die globalen Meeresströmungen werden dadurch auch beeinflusst.

Wenn die Meere wärmer werden, können die nicht mehr so viel C02 aufnehmen, weil die CO2-Sättigung mit steigender Temperatur abnimmt. Mehr noch, die fangen sogar an auszugasen wie das eine warm gewordene Sprudelflasche auch tut.

Dann noch der Methanausstoß durch steigende Wassertemperaturen im Meer und durch die Temperaturerhöhung in den Permafrostgebieten. Tickende Zeitbomben, die ziemlich schlagartig zur Wirkung kommen können.

Es ist auch tatsächlich so, dass ein steigender CO2-Gehalt sich günstig auf Pflanzenwachstum auswirkt. Und dieses Jahr waren auch die Auswirkungen der Polerwärmungen auf den polaren Jet-Stream deutlich zu spüren. Der verformt sich dann stark. Bei uns hat das dazu geführt, dass es fast keinen Niederschlag gegeben hat. In Gebieten die sonst dauerhaft trocken sind, da können solche Effekte dann aber auch dazu führen, dass es dort plötzlich öfter regnet. Es dürfte aber eher unwahrscheinlich sein, dass sich da dauerhaft stabile Wettersysteme bilden.

Das Ganze kann man nur versuchen in numerischen Simulationen auszutesten und die Randbedingungen dann ständig an die aktuellen Erkenntnissen anpassen. Die Modelle liefern nur Trends die im Mittel stimmen sollten. Irgendwelche Besonderheiten die hin und wieder auch über ein paar Jahre hinweg auftreten, die  können die unmöglich berücksichtigen. Vielleicht einmal, wenn es Quantenrechner gibt und alle Abhängigkeiten auch im Detail bekannt sind. Aber das Mittel stimmt doch trotz der kleinen zwischenzeitlichen Abweichungen wieder ganz gut mit der Prognose überein:

 
globale_erw_1980_2016.gif
globale_erw_1980_2016.gif (32.34 KiB) 1121 mal betrachtet
http://wiki.bildungsserver.de/klimawand ... 0-2015.jpg



Die Prognosewerte für die verschiedenen Szenarien liegen noch ziemlich eng zusammen.


 
RCP_Szenarien.gif
RCP_Szenarien.gif (43.92 KiB) 1121 mal betrachtet
http://wiki.bildungsserver.de/klimawand ... -Szenarien

 
Prognosen.gif
Prognosen.gif (87.59 KiB) 1121 mal betrachtet
https://johncarlosbaez.wordpress.com/20 ... ge-part-6/


Sicher ist aber auch, dass wir derzeit eine derartige Menge an CO2 in der Luft haben, wie das in den letzten 400000 Jahren nie der Fall war. Und nicht etwa ein bisschen mehr, es ist schon erheblich mehr. Wenn man sich den Peek anschaut, dann kann man nur hoffen, dass es diesmal, anders als in den letzten 400000 Jahren, keine so perfekte Korrelation zwischen blauer und roter Kurve gibt. Das wären über 10°C die sich nicht mehr verhindern lassen. Und der CO2-Gehalt steigt ja noch weiter. Da sieht man auch kein Abklingverhalten in der Kurve. Wenn man so zwischen den Zeilen von hier in der Forschung involvierten Wissenschaftlern liest, dann gehen die wohl eher davon aus, dass die Auswirkungen deutlich schlimmer kommen werden als ursprünglich angenommen. Der Mangel an Gegenmaßnahmen wird ständig reklamiert. Am Mittwoch war Mojib Latif  bei Meybrit Illner zu Gast. Der hat sich ganz schön heftig über Trump geäußert, was man von ihm eigentlich gar nicht gewöhnt ist. Wohl wegen dessen Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen.
Das ist meine persönliche Meinung dazu. Basierend auf einer nach bestem Wissen und Gewissen recherchierten Faktenlage.
Mayday
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26.08.2018, 22:52

jetzt hat es mich so richtig erwischt, ich habe fast 2 Stunden an einem Beitrag geschrieben und es hat mich aus dem Forum geworfen..alles weg. Nun habe ich keine Lust mehr, vielleicht später..  :roll: Sorry.
 
Mayday
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26.08.2018, 23:46

Nochmal zur Prognose und deren scheinbaren Abweichung von der Realität. Bei der Modellierung eines Klimamodells gibt es eine Unmenge Abhängigkeiten.
Dazu was setlsames, im IPCC Bericht von 2001 stand auf Seite 774
"Klimamodelle arbeiten mit gekoppelten nichtlinearen chaotischen Systemen, dadurch ist eine langfristige Voraussage des Systems Klima nicht möglich."
Der Satz ist dann später gelöscht worden. Das ist einigen aufgefallen die die erste Version des Berichts gelesen haben z.B. hier: https://www.heise.de/forum/Telepolis/Ko ... 6517/show/

Die Abweichung CO2 Gehalt und Temperaturanstieg ist derart gross geworden, dass Uneinigkeit unter manchen Experten auftrat bzw es hat früh angefangen, als das Modell anfing weniger zu stimmen, wurden einige Skeptiksch, der "Climagate", ging durch die Medien: Es wurde manipuliert, kann man heute sagen. Wissenschaftler die nicht auf Linie waren wurden ausgeschlossen und demunziert. In DE Medien erst Empörung, danach wurde relativiert. Jedoch packten später Beteiligte aus und gaben Manipulationen zu u.a. dramatisiert zu haben und ganze Sätze wurden gestrichen. Das finnische Fernsehen berichtete damals viel umfangreicher und neutraler. Die Bildualität ist zwar schlecht, aber das sollte man sich mal ansehen, um die Tragweite zu verstehen was z.B. Baumringe und Temperaturmesswerte verbindet:


Um es kurz zu machen, die Prognostizierte Temperaturerhöhung im Klimamodell waren auch deswegen zu hoch, weil geschummelt wurde: https://science.house.gov/news/press-re ... te-records
Ein Temperaturanstieg in form eines "Hockey Schläger" wurde prognostiziert, was so nicht eintraf. Jedenfalls driften seitdem Tempetaurwerte von Satelliten gemessen gegenüber den Andern ab, weshalb ich in meinem Beitrag oben Satellitenwerte Diagramm verwendete (UAH Satellite-Based Temperature)..und das zeigt eben die letzten 20 Jahren praktisch keine Erwärmung, die letzten Zwei sind sogar rückläufig.



-voerst für heute Schluss, auf die anderen Punkte gehe ich später ein.
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27.08.2018, 19:33

"Klimamodelle arbeiten mit gekoppelten nichtlinearen chaotischen Systemen, dadurch ist eine langfristige Voraussage des Systems Klima nicht möglich."
Derzeit ist es detailliert nicht möglich. Im Gegensatz zu zufällig gesteuerten Systemen sind chaotische Systeme aber unter bestimmten Voraussetzungen sehr wohl voraussagbar. Anders wäre überhaupt keine Wettervorhersage möglich. Beim Klima kann man sich im einfachsten Fall die Tatsache zunutze machen, dass die Summe der einfallenden Energie abzüglich der abgestrahlten Energie die Atmosphäre und die Ozeane warm macht. Das sagt natürlich noch nichts über die zukünftige Temperaturverteilung auf der Erde aus. Da geht es dann mit den Simulationen los. Es wäre ein Wunder, wenn man damit auf Anhieb genaue Voraussagen machen könnte. Man kann sich da mit den Iterationsmethoden die derzeit zur Verfügung stehen nur annähern und aus der Erfahrung lernen. Und da wird es noch etliche Nachbesserungen geben. Bei den Turtur-Simulationen hat man doch auch gesehen, wie schnell man da mal daneben liegen kann, und dass man dann auch den Korrekturstift ansetzen kann um anschließend zu einer stimmigen Simlation zu kommen. Klimasimulationen sind halt noch Neuland. Das Problem ist da aber auch, man muss Jahrzehnte warten bis man weiß ob Korrekturbedarf besteht oder nicht.

und das zeigt eben die letzten 20 Jahren praktisch keine Erwärmung, die letzten Zwei sind sogar rückläufig.
Dass das nicht stimmen kann zeigen alleine schon Polkappenschmelze und Gletscherschmelze. Das kann jeder live mitverfolgen.

Wenn sich tatsächlich herausstellen würde, dass sich keine Klimaprognosen realisieren lassen, dann würde das bedeuten, dass es keinen Determinismus mehr im Klimageschehen gäbe. In den letzten 400000 Jahren gab es dort ja offensichtlich einen Determinismus. Ohne den wäre höheres Leben auf der Erde wahrscheinlich nicht mehr möglich.
Das ist meine persönliche Meinung dazu. Basierend auf einer nach bestem Wissen und Gewissen recherchierten Faktenlage.
Mayday
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27.08.2018, 20:57

Bei konstanter Sonneneinstrahlung bleibt z.B. der Wasserdampfanteil in der Atmosphäre konstant. Mit steigendem CO2-Gehalt steigt die Temperatur auf der Erde und damit auch der Wasserdampfanteil in der Atmosphäre, was die Temperaturerhöhung dann wieder verstärkt. Letztendlich ist dann aber doch der CO2-Zuwachs für die zunehmende Erwärmung verantwortlich. Es gibt dazu laufende Forschungen
Nach der Wärmelehre finde ich das nicht ganz logisch. Eine definierte Energiemenge der Sonne in bestimmten Wellenlängen trifft auf die Atmosphäre, ein Teil wird vorbei geleitet durch das Erdmagnetfeld, ein Teil durch die Atomsphäre reflektiert (Wolken) und ein Teil trifft auf die Erdoberfläche. Je nach Absoptionsgrad wir der Boden mehr oder weniger erwärmt (Schneeflächen reflektieren stärker). Was abgestrahlt wird von der Erdoberfläche ist primär Wärmestrahlung, also im Infraroten langweligeren Wellenspektrum. Nun kann es natürlich sein und dem ist wohl auch so, dass Wolken dieses Wellenspektrum etwas weniger gut passieren lassen, die Wärme also erstmal zurückhält, aber auch Wolken nehmen die Wärme auf bis sie nicht mehr können und strahlen ab, wenn ein Delta t besteht.

Dieses Modell ist ein statischs, die Atmosphäre ist es nicht, es gibt Quer und Höhenwinde, es ist Turbulent, Konvektiv. Es ist nicht so wie in einem Gewächshaus, wo keine kältere Luft nachströmen kann, es ist kein in sich gefangenes Gewächshaus mit abgeschotteten Glaswänden, run dum die Atmosphäre ist der Luftleere Raum. Aufgenommen Energie wird auch wieder abgestrahlt. Ich behaupte dieses Chaotische konvektive System versteht wir noch nicht. Dies in ein Klimamodell zu quetschen ist ein Problem, die konvektiven Faktoren werden gegewärtig überhaupt nicht berücksichtigt. Ich sage nicht es gibt keinen Treibhauseffekt, aber dieser ist nicht wie dargestellt, denn der Vergleich mit dem Glastreibhaus hinkt gewaltig.

Der Experimentalphysiker Robert W. Wood hat bereits 1909 ein Experiment zum Treibhauseffekt durchgeführt. Er kam zum Schluss, dass die Erwärmung nur deswegen funktioniert, weil keine Konvektion statt findet. Professor Nahle (sehr bekannter Klimatologe) hat 2011 mit Unterstützung eines Teams von internationalen Wissenschaftlern originalgetreu das berühmtes Experiment aus dem Jahr 1909 wiederholt..und kam zum selbigen Ergebnis wie über 100 Jahre zuvor Prof. Wood: Der sog. „Treibhauseffekt“ allein durch die Blockierung des konvektiven Wärmetransfers innerhalb der Umgebung, in der er sich abspielt, verursacht wird. In diesem Fall war das ein Laborkasten aus Karton. Mit einem Deckel aus unterschiedlichen lichtdurchlässigen Materialien. Aber undurchlässig bzw. durchlässig für Infrarot. Wer sich das anshen möchte: http://www.biocab.org/Experimente_zum_T ... effekt.pdf

Deswegen ist aus meiner Sicht keines Falls klar, dass der Treibhauseffekt wie heute angenommen wird bewiesen ist und auch ob Menschne gemachtes CO2 Hauptverantwortlich für den Treibhauseffekt ist. Bei einer Erwärmung die Weltmeere stärker ausgasen, Methan, CO2 ist naheliegend und könntes erklären warum in realtiv kurzer Zeitperiode der CO2 Wert auf 400ppm anstieg, das beweist jedoch nicht, das das Menschen freigesetztes CO2 der Treiber der Erwärmung ist, den Prozess der Erderwärmung vorn treibt. Ich schliesse es nicht aus, aber habe meine Zweifel.

Zweifel die unter anderem auch daher rühren, dass wir im Vergleich zum natürlichen CO2 in der Atmosphäre wenig beisteuern. Nur 3% des gesamten CO2 in der Atmosphäre sind Menschen gemacht. Der aktuelle CO2 Gehalt beträgt rund 400ppm. 3% von 400ppm ist = 12ppm, das sind gerade mal 0.0012% oder 0.12 Moleküle auf 10'000. Apropos, im Zeitalter der Dinosaurier, soll der CO2 Gehalt über 2'000ppm betragen haben, ganz ohne Menschen.

Ich finde man sollte weniger in Histerie verfallen und alle möglichen Faktoren nochmals sorgfältig unbefangen prüfen z.B. spielt die Sonnenaktivität in den Kimamodellen keine Rolle. Die Sonnenintensität aber schwankt zyklisch, gibt es viele Sonnenflecken, ist sie aktiver. Die Aktivitätskurve haben einige Wissenschaftler schon im Zusammenhang der Erderwärmung gebracht und Übereinstimmungen der Kurven gesehen, aber stiessen kaum auf Gehör, weil das Modell des Menschen gemachten CO2 als Treibhausförderer schon für allgemein gültig erklärt wurde.

Siehe z.B. Artikel, nich neu, aber trotzdem interessant. 2018, ist im überigen die sonne weniger aktiv
"Sonne seit über 8.000 Jahren nicht mehr so aktiv wie heute. Internationales Forscherteam rekonstruiert historischen Verlauf der Sonnenaktivität und prognostiziert deren Rückgang in wenigen Jahrzehnten"
https://www.mpg.de/forschung/sonnenaktivitaet

Es ist halt auch schwierig zu beurteilen, ob das was wir haben ungewöhnlich ist. Vor 1880 gibt es keine weltweiten Thermomenter-Messungen. Alles was älter wie vor 1880 ist, ist ungenau, umso weiter zurück, desto mieser die Auflösung. Wir können also nicht genau sagen wie sich CO2 und Temperatur im Detail pro kurzer Zeit veränderten.

Es kommt ein weitere wichtiger Umstand hinzu: 1880 fällt ziemlich genau mit dem Ende der kleinen Eiszeit zusammen..seitdem wird es wärmer. Kommt keinem in den Sinn, dass nach einer Eiszeit es normal ist wenn die Temperatur wieder steigt? Wie auch immer, diese Dramatik in Medien und Politik, die grossen Katastrophen Szenarien, schiessen manchmal über das Ziel hinaus. Manchmal habe ich das Gefühl, jeder jammert über das Klima; ein vollgelaufener Keller, ein stürmisches Gewitter und schon muss der Mensch schuld sein..es gibt da leider sehr viel gesagte gefühlte Meinungen und ein Unterschied zwischen Meteologie und Klimatologie wird teils nicht mehr gemacht. Es gibt keine Garantie für perfektes Klima, ich denke das gab es noch nie. Schrecklich finde ich wie es gewesen sein muss vor 70'000 Jahren, als in der Eiszeit die Menscheit fast ausgestorben sein sollen..aber keine Panik, wir werden die nächste Eiszeit sicherlich nicht aufhalten können und kommen noch in den 'Genuss' eines 'kühlen' Klima.
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Mayday
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27.08.2018, 21:57

auch noch interessant, das Eis am Nordpol schmilzt, aber das am Südpol wächst bzw, so ganz klar ist es nicht, weil die Masse schwer zu bestimmen ist und Satelliten nur die Fläche zeigen: https://wattsupwiththat.com/2018/06/15/ ... ining-ice/
Mayday
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27.08.2018, 23:02

Wer ab und an nachsehen möchte, hier werden immer die neusten Temperaturen "lower Atmosphere" (ca. 6k höhe) aktualisiert. Die Daten zeigen bisher für 2018 einen erneuten Temperaturrückgang, seit mitte 2016 fallen die Temperaturen leicht. Das wird an dieser Stelle in den Nachrichten uns allerdings nicht gesagt

http://www.drroyspencer.com/2018/06/uah ... -18-deg-c/
(auf Diagramm klicken zum Vergrössern)

Sonnenaktivität heute und historisch: https://sonnen-sturm.info/sonnenzyklus
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28.08.2018, 17:38

Ich behaupte dieses Chaotische System versteht man eben nicht oder noch zu ungenügend.
Es behauptet ja auch keiner, dass das Chaotische System vollständig verstanden wird. Im Gegenteil:
Variante 1 ... Variante 2.. "Beide Szenarien sind selbstverständlich äußerst spekulativ", schreiben Rintoul und sein Team. Bewusst gegensätzlich angelegt, sollen sie vielmehr die Grundlage für eine Diskussion bieten, als eine Prognose darzustellen, heißt es in ihrem Artikel. Eines jedoch sei sicher: "Welche Geschichte am Ende geschrieben wird, hängt wesentlich von den Entscheidungen ab, die wir im Lauf dieses Jahrzehnts treffen."
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018- ... el/seite-3
Über solche Aussagen fällt man ständig. Die machen deutlich, dass Prognosen für das Klimaverhalten im Detail so schwierig ist. Und dass sich keiner anmaßt er könne da im Jahresrhythmus zuverlässige Prognosen liefern. Dass es auf der Erde wärmer wird ist aber Fakt.

Nach der Wärmelehre finde ich das nicht ganz logisch. Eine definierte Energiemenge der Sonne in bestimmten Wellenlängen trifft auf die Atmosphäre, ein Teil wird reflektiert, durch das Erdmagnetfeld, ein Teil durch die Atomsphäre durch Wolken und ein Teil trifft auf die Erdoberfläche.
Man kann im Experiment nachweisen, dass CO2 Wärmestrahlung absorbiert. CO2 Sensoren nutzen den Effekt (NDIR-Prinzip). Wasserdampf absorbiert wie noch einige weitere Treibhausgase ebenfalls Wärmestrahlung.

absorptionsspekteren.gif
absorptionsspekteren.gif (31.09 KiB) 1039 mal betrachtet
http://wiki.bildungsserver.de/klimawand ... hauseffekt

Das Erdmagnetfeld spielt da keine Rolle. Und die Wellenlängen um die es hier geht, die werden nicht reflektiert sondern absorbiert. Auch vom Wasserdampf. Da wird vom Treibhausgas sozusagen Strahlungsenergie in Bewegungsenergie umgewandelt und an die Atmosphäre weitergegeben. Ein weiterer Knackpunkt ist dann noch, dass die von der Sonne kommende Wärmestrahlung die nicht von den Treibhausgasen absorbiert wird dann von der Erde absorbiert wird. Die erwärmt sich und gibt wiederum Wärmestrahlung ab um im Strahlungsgleichgewicht zu bleiben. Die Wellenlänge im Strahlungsmaximum dieser Wärmestrahlung ist temperaturabhängig und liegt bei den auf der Erde üblichen Temperaturen bei um die 10 μm.

Strahlungsspektrum.gif
Strahlungsspektrum.gif (94.56 KiB) 1039 mal betrachtet
https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmestrahlung

Ein guter Teil des Emissionsspektrums fällt dabei wieder in das Absorptionsspektrum der Treibhausgase und führt zu einer weiteren Erwärmung.

Der auf der Erde verbleibende Energieeintrag für die Summe an Erwärmung ist ja auch eher einfach zu ermitteln. Was der Planet aus der zusätzlichen Energie dann im einzelnen macht, das ist schon deutlich schwieriger zu ermitteln. Was auch kein seriöser Wissenschaftler bestreiten wird. Es kann auch lokal übergangsweise einmal kälter werden. Was zählt ist die Summe an Temperaturänderungen.

Nur 3% des gesamten CO2 in der Atmosphäre sollen Menschen gemacht sein.
Wenn in den letzten 400000 Jahren vor der Industrialisierung der CO2-Gehalt zwischen etwa 200ppm und 300ppm lag, dann kann der darauf folgende Anstieg auf 400ppm doch nur vom Mensch stammen. Und der ist damit um etwa 33% über alle für die Vergangenheit registrierten Spitzenwerte gestiegen.
 
Das ist meine persönliche Meinung dazu. Basierend auf einer nach bestem Wissen und Gewissen recherchierten Faktenlage.
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28.08.2018, 21:00

Wenn in den letzten 400000 Jahren vor der Industrialisierung der CO2-Gehalt zwischen etwa 200ppm und 300ppm lag, dann kann der darauf folgende Anstieg auf 400ppm doch nur vom Mensch stammen. Und der ist damit um etwa 33% über alle für die Vergangenheit registrierten Spitzenwerte gestiegen.
Wir haben keine hochauflösende Daten der Vergangenheit, vielleicht machte der CO2 Gehalt TAUSENDE male in kürester Zeit solche Sprünge.

Woher stammen die +100ppm? Folgender Spiegel Artikel: https://www.focus.de/wissen/klima/tid-8 ... 34329.html sagt aus, dass 3% vom gesamten CO2 in der Atmosphäre Menschen gemacht ist. Da binnen kurzer Zeit der Wert um 100ppm zunahm, sind also 97% nicht Menschen gemacht?..oder diese 3% stimmen nicht, der Wert nahm ja gerade um 100ppm zu.

Man kann im Experiment nachweisen, dass CO2 Wärmestrahlung absorbiert.
Das ist mir klar und darauf beruft man sich auch. aber fast alles absorbiert bis zu einem gewissen Punkt. Absorption bedeutet Erhöhung der Enthalpie, und es strahlt auch wieder ab wenn ein Gefälle da ist und dafür sorgt das konvektive System, eine Durschmischung in der Atomsphäre findet statt, nicht alles bleibt unten und die Atomsphäre ist wiederum offen dem luftleeren Raum. Genau da liegt das Problem; wir beschiessen Moleküle mit Strahlung und stellen fest, aha es kann absorbieren und schliessen aufs ganz Grosse. Experimente die einen Treibhaus nachbilden haben ebne gerade gezeigt, dass die Strahlung nicht im "Kasten" bleibt.

Die Wolken: Angenommen die Wolkenbildung nimmt stark zu weil mehr Wasser verdunstet, ja dann regnet es häufiger und die Wolken lösen sich wieder auf..aber nehmen wir mal an es gibt global einfach viel mehr Wolken. Mehr Wolken = mehr Wärme kann aufgenommen werden und somit höhere Temperatur der unteren Atomsphäre. Das aber ist nur halb durchdacht, mehr Wolken bedeutet auch mehr Reflexion der Strahlung von der Sonne auf die Erde, es kommt dann auch weniger Energie auf dem Erdboden an.

Über solche Aussagen fällt man ständig. Die machen deutlich, dass Prognosen für das Klimaverhalten im Detail so schwierig ist. Und dass sich keiner anmaßt er könne da im Jahresrhythmus zuverlässige Prognosen liefern. Dass es auf der Erde wärmer wird ist aber Fakt
Sehe ich auch so und die Modelle werden sicherlich immer besser werden. Ih sage ja nur die Modelle gegenwärtig könnten verbogen sein bzw. man misst vielleicht dem CO2 zuviel Gewicht zu. Eine Erwärmung findet statt, das wird auch nicht bestritten. Die Frage ist ob und wieviel WIR zur Erwämung beitragen, oder nur ausschliesslich WIR wir für die Erwärmung verantwortlich sind wie einige sogar in ähnlicher Form sagen. Dieser letzte Fall glaube ich nicht, das würde ja bedeuten dass Extrembeispiel nach einer Eiszeit die Temperaturen nicht mehr ansteigen, ohne Menschen, aber auch ganz ohne Menschen gibt es Warm und Eiszeiten.

Bewusst gegensätzlich angelegt, sollen sie vielmehr die Grundlage für eine Diskussion bieten, als eine Prognose darzustellen, heißt es in ihrem Artikel.
Das klingt etwas anders in den Nachrichten, mit fast Bestimmtheit wird gesagt, die Erde erwärmt sich bis Jahr x um so und genau soviel Grad. Sollte man an dieser Stelle richtig Kommunizieren, sich Forscher nicht sicher sind, Modelle, Prognosen sehr unzuverlässig sind.

Das Erdmagnetfeld spielt da keine Rolle. Und die Wellenlängen um die es hier geht, die werden nicht reflektiert sondern absorbiert.
Das Erdmagnetfeld hält ein Teil der kosmischen kurzwelligen (Gamma) Strahlung ab. Stimmt aber das spielt bei der Erderwärmungsfrage kaum eine Rolle.
Mayday
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28.08.2018, 21:34

Ein Argument warum CO2 vielleicht nicht Erderwärmend wie wir heute denken ist.

Die Grafik stammt aus einer Publikation bei Nature. Vor 450 Millionen Jahren war die Erde fast ein Eisball und der CO2 Gehalt betrug 4'000ppm, vor 250 Millionen Jahren war es umgekehrt; CO2 Wert niedrig und Temperatur im Vergleich dazu hoch und seit 150 Millionen Jahren laufen Temperatur und CO2 erneut auseinander. Verglichen mit langer Zeit zurück, historisch betrachtet, ist der heutige CO2 Wert relativ zur heutigen Temperatur sogar sehr niedrig. Die Mittellinie, Temperatur 0, markiert den für uns Menschen (und Tier) idealen Wert, also die viel gesagten optimalen 15°C eines natürlichen Treibhauses, da befidnen wir uns fast (noch leicht unterhalb)..also optimales Klima. Wir haben Glück in dieser Zeitepoche zu leben, viel besser könnte es uns nicht gehen.
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Mayday
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28.08.2018, 23:37

Die CO2 Sache geht auch nicht in jüngerer Vergangenheit auf, im kleinen Massstab. Der Temperaturanstieg begann vor 138 Jahren, ca. ab 1880, also bevor wir mit Autos rumfuhren. Zwischen 1940 bis 1975, nach dem 2ten Weltkrieg, setze der grosse Konsumboom ein. Immer mehr Erdöl wurde gefördert, Schiffe, Flugzeuge, Autos wurden zum Massenprodukt, jeder wollte einen Kühlschrank haben. In dieser 35 Jahren Zeitperiode fiel die globale Temperatur, obwohl das grosse CO2 Freisetzen satt fand. Eine britische Dokumentation aus dem Jahre 2007 nahm dies zum Thema. Ich habe Zeitindex Videostart verlinkt, empfehle, aber von Beginn sich bis zuenden das Video azusehen, eine sehr gute Doku in der zahlreiche Wissenschatler zu Wort kommen, wie man sich heute denke kaum noch trauen würde auszustrahlen.

Das Video gibt es auch auf Youtube in deutscher Synchro, allerdings in schlechter Auflösung

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https://youtu.be/SG3yT0Ol8ik
asterix
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29.08.2018, 19:46

Das aber ist nur halb durchdacht, mehr Wolken bedeutet auch mehr Reflexion der Strahlung von der Sonne auf die Erde, es kommt dann auch weniger Energie auf dem Erdboden an.
Wie gesagt, da wird Wärmestrahlung absorbiert und eben nicht reflektiert. Und auf jedes mit Energie geladenes CO2 Molekül kommen eine Menge Moleküle in der Luft zu denen dann ein Energiegefälle besteht. Da wird zumindest im Absorptionsbereich praktisch nichts mehr abgstrahlt. Und darüber dass das zum Treibhauseffekt beiträgt, da sind sich praktisch alle Wissenschaftler einig.

Das Erdmagnetfeld hält ein Teil der kosmischen kurzwelligen (Gamma) Strahlung ab. Stimmt aber das spielt bei der Erderwärmungsfrage kaum eine Rolle.
Das Erdmagnetfeld hält auch keine Gammastrahlung ab. Es lenkt elektrisch geladene Partikel um, weil die ein Magnetfeld haben, wenn sie sich bewegen.  


Woher stammen die +100ppm? Folgender Spiegel Artikel: https://www.focus.de/wissen/klima/tid-8 ... 34329.html sagt aus, dass 3% vom gesamten CO2 in der Atmosphäre Menschen gemacht ist. Da binnen kurzer Zeit der Wert um 100ppm zunahm, sind also 97% nicht Menschen gemacht?..oder diese 3% stimmen nicht, der Wert nahm ja gerade um 100ppm zu.


Dort steht: "Der Mensch ist nur für drei Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich, sagen Klimaskeptiker". Und tatsächlich steht dann weiter unten:" Diese vom Menschen verursachten Emissionen machen zwar tatsächlich etwa die oben genannten drei Prozent aus". In der im Fokus abgebildeten Klimawaage steht aber was anderes. 104 ppm zusätzlicher Eintrag des Menschen seit 1750 auf die 280ppm im natürlichen Kreislauf. Da sind dann über 30% von Menschen verursacht. Was der Fokus verschweigt, beim ersten Wert handelt es sich um einen Emmisionswert der sich auf den gesamten CO2-Umsatz bezieht. Eine reine Hausnummer, die in den USA mit 1.2% in der Öffentlichkeit verbreitet wird. Allgemein schätzt man, dass  29 Gigatonnen CO2 vom Menschen verursacht werden und sich etwa 750 Gigatonnen CO2 im Regelkreis befinden. Daraus stammen dann die merkwürdigen 3% Emissionen. Wie der Regelkreis funktioniert zeigt die Korrelationskurve von Temperatur und C02-Gehalt der Atmosphere. Entscheidend für einen noch möglichen oder nicht nicht mehr möglichen  Ausgleichsvorgang ist die Regelabweichung. Und das sind hier die zusätzlichen 30% CO2 in der Luft und nicht die 3% Emission. Man kann natürlich auch behaupten, das wäre kein Regelsystem und die Korrelation wäre Zufall. Dann kann man sich die Diskussion darüber aber sparen. Die macht dann keinen Sinn. Alleine die Annahme, dass 3% Emissionenszuwachs im Regelsystem zu einer Regelabweichung von 30% führen, das würde ich schon als Alarm werten. Vor allem, wenn es keinerlei Möglichkeiten gibt die Regelung in brauchbarer Zeit zu beeinflussen. Man kann nur warten bis es vorbei ist. Über viele Generationen hinweg.

Eisbohrung_Dat.gif
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http://www.zum.de/Faecher/Materialien/b ... reibh2.htm

Wir haben keine hochauflösende Daten der Vergangenheit, vielleicht machte der CO2 Gehalt TAUSENDE male in kürester Zeit solche Sprünge.
Mag ja sein, dass der durch irgend eine Katastrophe einmal in die Höhe schießen kann. Der Abbau dürfte dann aber einige Tausend Jahre dauern. Was dann auch zwangsläufig aufgezeichnet sein müsste. Ich denke einmal, die Tiefen im Eis in denen die Spitzenwerte aufgetaucht sind, die sind bestimmt ziemlich intensiv untersucht worden

 
Das ist meine persönliche Meinung dazu. Basierend auf einer nach bestem Wissen und Gewissen recherchierten Faktenlage.
Mayday
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30.08.2018, 01:03

man kann nicht pauschal sagen CO2 absorbiert und Punk. Es ist komplexer, geht um Wellenbereiche für Durchlässigkeit (Strahlungslöcher), hier physikalisch und anhand eines Kerzen Experiments gut erklärt -> https://klimakatastrophe.wordpress.com/ ... stversuch/
Zitat aus dem verlinkten Artikel
Die entscheidende Ausstrahlungsfenster der Erde liegt bei 8 bis 13 Mikrometer und die für den Treibhauseffekt entscheidende Absorptions-Linie/Bande des CO2 bei 15 Mikrometer.

Das Wärmestrahlen Adsorptionsspektrum von CO2 liegt also eher im 15 mikrometer Bereich, Wärmeabstrahlung der Erde eher im 8-13. Deswegen sprechen die Physiker sogar von einem leichten CO2 Kühleffekt. Zitat aus Einleitung meines ersten Beitrags
Dr. Dietrich E. Koelle (Klimaexperte) "Insbesondere die CO2-Moleküle mit ihren besonderen stoffspezifischen Absorptionsbanden bei 2,8 m, bei 4,5 m und bei 15 m, die so unabänderlich und charakteristisch sind wie ein menschlicher „Fingerabdruck“, haben auf den täglichen Temperaturgang keinen Einfluss, weil sie das „offene Strahlungsfenster“ zwischen 7 und 13 m nicht schließen können. Dies gälte auch dann, wenn die Erde von einer reinen CO2-Atmosphäre umgeben wäre. Es kann also aus rein physikalischen Axiomen heraus keinen wie auch immer gearteten „Wärmestau“ unter dem fiktiven „Glasdach“ in 6 km Höhe geben.
Beide Aussagen decken sich also Inhaltlich und ehrlich gesagt ich konnte bisher nichts Gegenteiliges dazu finden..solange das so ist, mich nicht vom Gegeneteil überzeugen kann, gehe ich davon aus dass dem so ist. Selbst wenn ich jetzt entgegen dem annehme, dass CO2 einen starken Adsorptionseffekt hat, selbst dann kann ich mir schlecht vorstellen dass dieses Spurengas in der Atmosphäre einen solchen Einfluss auf die Erderwärmung haben soll, weil die Menge sehr klein ist.

Bildlich kann man sich die Mengenverhältnisse besser vorstellen.
Atomsphäre Zusammensetzung.gif
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Mayday
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30.08.2018, 03:13

Das Erdmagnetfeld hält auch keine Gammastrahlung ab. Es lenkt elektrisch geladene Partikel um, weil die ein Magnetfeld haben, wenn sie sich bewegen.
Asterix, das liegst du richtig meins ist falsch. Die Sonne produziert aus der Fusion ne menge Gammastrahlung. Ich dachte, das Erdmagnetfeld lenkt einen Teil ab, aber Gamma Rays sind ja Elektronen bzw. Photonen und lassen sich nicht mit Magnetfeldern ablenken, jedoch unsere Ozonschicht filtert diese Strahlung. Geladene Teilchen hingegen (charged particles, postiv geladene Atomkerne) lassen sich magnetisch beeinflussen, davor schützt unser Erdmagnetfeld bzw lenkt diese sie ab, führt zu den Polen, zu sehen als "Polarlichter"

Interessante Erklärung warum nicht viel mehr hochenergetische Gammastrahlung uns erreicht.
In der Sonne wird eine menge Gamma Strahlung produziert, im Sonnenkern durch Fusion. Warum werden wir nicht regelrecht mit Gammastrahkung bombardiert? Diese Gamma Photonen müssen dem Sonnenkern entfliehen, von innen nach aussen an die Oberfläche. Sie kollidieren dabei andauernd mit Materie, das wird als "photon diffusion process" bezeichnet. Im Schnitt dauert es rund 170'000 Jahre bis ein Gamma Rays vom Core an die Oberfläche gelangt. Währendem ein Gammaray durch die Sonne hindruch 'diffundiert' und dabei konstant mit Materie kollidiert, entstehen millionen Photonen im nieder energetischen sichtbaren Wellenbereich.
asterix
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30.08.2018, 19:32

man kann nicht pauschal sagen CO2 absorbiert und Punk.
Man kann sicher nicht sagen, CO2 absorbiert die gesamte Wärmestrahlung. Man kann aber pauschal sagen, alle Treibhausgase nehmen entsprechend ihrem Absorptionsspektrum einen Teil der einfallenden Wärmestrahlung auf und geben den Teil dann an die Atmosphäre ab. Der Teil der nicht absorbiert wird trifft die Erdoberfläche, erwärmt die und geht wieder über ein u.U. wiederum absorptionsfähiges Spektrum in die Atmosphäre zurück. Das ist alles im Experiment nachweisbar und gilt auch für alle Treibhausgase die in der Atmosphäre sind. Treibhausgase sind unter irdischen Bedingungen immer Wärmespeicher. Mit steigender Konzentration kann nur zusätzliche Wärme akkumuliert werden. Dass der zweite Effekt eine ganz wesentliche Rolle spielt wird gerne übersehen. Es gibt aber eine schöne Darstellung aus der man beide Effekte direkt heraus lesen kann. Da sind die normierten spektralen Strahlungsleistungen und die Absorption der Treibhausgase gegenüber gestellt sind:


Absorb_Sonne_Erde.gif
Absorb_Sonne_Erde.gif (25.89 KiB) 952 mal betrachtet
http://www.ak-hoffmann.chemie.uni-mainz ... SoSe17.pdf

Das Wärmestrahlen Adsorptionsspektrum von CO2 liegt also eher im 15 mikrometer Bereich, Wärmeabstrahlung der Erde eher im 8-13. Deswegen sprechen die Physiker sogar von einem leichten CO2 Kühleffekt.
Vollkommen egal bei welcher Wellenlänge absorbiert wird. Wenn das Absorptionsspektrum des Treibhausgases im Emissionsspektrum des strahlenden Körpers liegt, dann führt ein steigender Anteil des entsprechenden Treibhausgases immer zu steigender Akkumulation und damit zur Temperaturerhöhung. Die 15 µm liegen auch noch relativ nahe am Strahlungsmaximum und gehen damit auch deutlich in die Leistungsbilanz mit ein. Beim H2O muss man auch noch beachten, dass Wasserdampf in der Regel nicht als Wolke vorliegt und damit zum Großteil transparent ist. Als Treibhausgas ist das Zeug besonders wirkungsvoll, weil es sowohl Strahlung von der Sonne, wie auch Strahlung von der Erde in relativ starkem Umfang absorbieren kann. Eine Wolke ist damit wahrscheinlich auch noch am Treibhauseffekt beteiligt, wenn sie gerade Schatten wirft.

Beide Aussagen decken sich also Inhaltlich und ehrlich gesagt ich konnte bisher nichts Gegenteiliges dazu finden.
Aussagen wie "haben auf den täglichen Temperaturgang keinen Einfluss" oder dass das Ganze nicht vergleichbar mit einem Wärmestau unter einem Glasdach ist, die stimmen schon. Ich sehe da ist eine langwierige nicht triviale Prozedur mit äußerst trägem Regelungsverhalten.


Selbst wenn ich jetzt entgegen dem annehme, dass CO2 einen starken Adsorptionseffekt hat, selbst dann kann ich mir schlecht vorstellen dass dieses Spurengas in der Atmosphäre einen solchen Einfluss auf die Erderwärmung haben soll, weil die Menge sehr klein ist.
Das kann man garantiert auch in einem einfachen Experiment nachweisen. Allerdings braucht man dazu zwei CO2 Sensor-Module. Die sind relativ teuer. Den Rest kriegt man fast geschenkt. Aber vielleicht gibt es zu Weihnachten ja welche. Es gibt aber noch ein anderes Treibhausgas das in der oberen Atmosphäre eine Rolle spielt. O3 oder Ozon. Mit größenordnungsmäßig 10 ppm in der Stratosphäre
nur ein Bruchteil von dem was an CO2 in der Atmosphäre ist. Dort steigt die Temperatur aber von ca. –60 °C bis auf knapp unter 0°C
an. Das hängt hauptsächlich mit der Absorption von UV-Licht der Sonne zusammen, was in der Grafik aber auch zu sehen ist. Das O2 ist bis 200nm zwar auch noch mit beteiligt, allerdings ist in dem Bereich kaum noch was an Strahlungsleistung von der Sonne vorhanden.
Das ist meine persönliche Meinung dazu. Basierend auf einer nach bestem Wissen und Gewissen recherchierten Faktenlage.
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