Diskussion zu Willy von Unruh

Raumenergie Historie
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Rudi
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09.08.2018, 14:42

Eine Kleinigkeit am Rande, anscheinend stolpert man immer über die selben Leute. Ich habe mir das "Berliner Tageblatt vom 25. Juli 1920 hier ansehen können, weil ich neugierig auf den Artikel war. Und von wem wurde der geschrieben ? Von Hans Dominik (Uatu verwies neulich auf das "Atomgewicht 500").
Ecki
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09.08.2018, 18:40

Danke !
Ecki
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09.08.2018, 20:20

Danke vielmals Rudi,

Mir macht es ja auch wirklich Spass und tut mir gut.
Wer schreibt, der bleibt. :angel:

Ecki
Ecki
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11.08.2018, 09:16

Hallo,
habe den Seitenumbruch übersehen und an Rudi 2-fachen Dank ausgesprochen. :D
Dann soll es so sein. Ohne seinen höchst aufwändig recherchierten Coler Thread gäbe es auch keinen Unruh Thread.
Ecki
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Rudi
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29.08.2018, 09:45

Die von Ecki aufgeworfene Vermutung der Verwandtschaft des Stromerzeugers mit einem "Klingelapparat" findet sich auch in dem Gutachten von Prof. Meissner als Bestandteil der Akten aus der Reichskanzlei. Ich habe das Gutachten hier noch einmal separat angefügt. Zu der Zeit, als ich den Coler-Thread geschrieben habe, habe ich mich schon über den "elektrischen Wind" gewundert, den ich so nur als Erscheinungsform von Hochspannung kenne. Passt dann zu der "unterbrecherlosen" Induktionsspule.
Meissner.pdf
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Ecki
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05.09.2018, 23:12

Hallo zusammen und Servus Rudi,

der Bericht von Professor Meissner ist der einzig bekannte, wo ein Fachmann Schwingungen am Stromerzeuger attestiert hat, oder?

Mein ältester Kollege (81), früher bei einem bekannten Radio- und Fernseh- Unternehmen als Entwicklungsleiter für Zeilenablenkung tätig,
war entsetzt über diesen Professor: "Wie kann der sich für so etwas hergeben? Das würde ich niemals machen."
Damit habe ich ihn immerhin hochgescheucht und ich glaube, ein klein wenig interessiert ihn das Thema jetzt auch.
Und ich schätze diesen Kollegen sehr...

Ein Zwischengedanke:
Mittlerweile frage ich mich schon, ob die für mich nicht nachvollziehbar dicken Kupferplatten nebenbei als "Wärmekörper" funktioniert haben sollten.
Originaltext Meissner: "...und einer geradezu erstaunlichen Kombinationsgabe seitens des Erfinders..."

Ich gehe also seit einiger Zeit davon aus, dass es in diesem Apparat geklingelt hat.
Um herauszubekommen wie, wollte ich den Kern des Ganzen erst mal untersuchen und nicht viel nachbauen, ohne zu wissen, warum.
Habe deshalb bisher meine Versuche auf ein bis zwei ferromagnetische Stäbe oder Drähte, also "Stangerl" beschränkt, die Länge immer ca. 220mm.

Ich möchte im nächsten Beitrach meine Versuchsaufbauten dazu beschreiben, bin dazu heute zu müde, es wird ein wenig aufwändig werden.

Der technisch Interessierte möge dranbleiben,
denn man erhält z.B. doch spektakuläre Impulse aus einem 22cm langen Stahldraht, der in einer 20cm langen, einlagigen Spule (100 Wdg.) steckt.
Diese will entsprechend befeuert werden. Das Signal aus dem Draht ist belastbar und bringt eine Taschenlampenbirne zum Leuchten.
Die Werte kann man dem Oszillogrammen entnehmen, der Wirkungsgrad ist noch weit von 99% entfernt...

Man bekommt diese Impulse aber erst, wenn man den Draht um etwa 30° verdreht, also Torsion ausübt, siehe die Dateinamen an den Oszillogrammen.

Ein fast entspannter Draht liefert fast nichts, das magnetische Wechselfeld steht in Richtung zur Achse des Drahtes, also nix mit Induktion.

Das beruht auf dem "Matteucci Effekt" oder auch "Inversen Wiedemann Effekt", ersterer ist bekannt seit 1859.
Und es geht nur mit ferromagnetischen Drähten.


Gelb (CH1) ist der Strom durch die Spule, blau (CH2) die Spannung an den Drahtenden.

Ich hoffe, damit jetzt ein wenig Erstaunen auszulösen. :angel:

Schönen Gruß,
Ecki




Matt. 1,7Piano 0°Torsion 190k.JPG
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Ecki
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18.09.2018, 23:04

Servus mitnander,

in letzter Zeit war ich etwas im Stress und abends müde, darum die längere Schaffenspause.
Ich wollte beschreiben, wie ich meine Versuche durchgeführt habe, bzw. wie das so gekommen ist.

Ich habe auch schon dickere Eisen- oder Stahlstäbe D=12mm mit höheren Frequenzen bearbeitet.
Dazu verschiedene Drahtsorten von 0,5 bis 1,7mm: Blumendraht (Weicheisen), Stahldrähte aus dem Modellbau (oder E-Gitarrensaiten oder Klavierdrähte),
reinen Kobaltdraht (durch glückliche Beziehungen drangekommen), reinen Nickeldraht (z. B. für Schmuck), zwei NiFe-Legierungen mit 52% und 70% Nickel
(Heizdrähte für E-Zigaretten). 
Was ich noch suche, ist ein Draht mit 10-20% Nickel, Rest Eisen und eine "Vicalloy" Legierung. Drähte daraus werden für Wiegand-Sensoren verwendet,
sehr interssant:
https://www.posital.com/de/produkte/kit ... ensors.php

Zum Glück habe ich mir vor 20 Jahren eine dickes MosFet Endstufenmodul gebaut, es war mein erstes Platinenlayout am Computer, zum Üben.
Damals zählte im High End Sektor fast nur "Slew Rate", also musste ich das Ding so schnell wie möglich machen.
Das kommt mir jetzt zugute, ich kann damit bis 350 kHz und volle Kanne (400 Watt, max. 15 Aeff mit Sinus) meine Versuche beschicken,
mit reduzierter Leistung geht es auch noch höher. :mrgreen:


Matt. 1,7Piano 30°Torsion 416kHz.JPG
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Es folgt ein Foto von einem einfachen Versuchsaufbau, mit zusätzlichem DC- Feld durch Stabmagnet.
Hinten rechts steht der Verstärker, immer noch ohne Gehäuse.
In der langen Spule steckt der Draht, das linke Ende wird in der Spule über eine rote Silikonlitze wieder zurückgeführt, um Einstreuungen zu vermeiden.
Die Spule hängt über einen Resonanzkondensator am Verstärker (der rote Quader in der Mitte ist ein guter MKP10).
Der schwere Trafo ganz rechts dient nur als Gewicht zum Festhalten des Spannfutters, das linke Futter kann ich am Griff drehen.

Ich habe auch schon eine Torsionsspannung in einen Stahldraht "eingeglüht", das geht in etwa so:
Den Draht verdrehen, einheizen, d. h. zu viel HF- Leistung in die Spule schicken, bis der Draht noch unter der Curie-Temperatur (!) nachgiebig wird,
die HF abschalten und den Draht festhalten, bis er wieder Spannkraft bekommt.
Danach funktioniert der Draht so, als wäre er von außen verdreht wie am Anfang, aber ohne dass ich hinlangen muss.
Wenn er mir dann wieder zu heiß wird, ist der Effekt dahin.


PB190260.JPG
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Wie man sehen kann, wird die negative Seite des Ausgangssignals (blau) durch den Stabmagnet hübsch verzerrt, dazu später mehr.

Aus einer Vorratspule Kupferlackdraht hatte ich mir noch eine große DC- Vormagnetisierungsspule gebaut,
in die ich den obigen Versuchsaufbau "einführen" konnte.
Das war aber eher zu viel des Guten, zu starke Felder bringen gar nichts mehr; die Anordnung reagiert u. U. schon auf das Erdmagnetfeld,
vor allem die NiFe- Drähte haben mich da anfangs ganz schön hereingelegt. ;)



PC210270.JPG
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Mein Assistent gönnt sich hier gerade etwas Ruhe...

Und ich bedarf jetzt auch der Ruhe, möchte aber vorher versprechen, dass ich keine so langen Pausen mehr brauchen werde, hab's wieder leichter.

Also bis demnächst,
Ecki









 
 
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